Die dunkle Seite der Alpen – Die Eiger Nordwand

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Länge: 44 min
Bild: 480p
Bewertung: 9.4/10
Düster, kalt, abweisend, steil: Die alpinen Nordwände sind der Inbegriff des extremen Bergsteigens. Ganz besonders gilt dies für die Nordwände von Eiger, Matterhorn, Grandes Jorasses, Piz Badile, Großer Zinne und Aiguille du Dru - sie verkörperten im 20. Jahrhundert jene Ziele, die ein Bergsteiger gemacht haben musste, um zur Elite zu zählen.

Bis heute bilden diese Wände eine beliebte und zugleich äußerst gefährliche Arena für Extreme. Die Eiger Nordwand "Diese Kletterei war die emotionalste in meiner ganzen Karriere." Robert Jasper, 42, ein deutscher Extrembergsteiger, hat schwierige Gipfel in den Alpen, in den Anden und im Himalaya bestiegen. Die berühmt-berüchtigte Nordwand des Eiger in den Berner Alpen kennt er wie seine Westentasche - und doch ist es eine ganz bestimmte Kletterstelle, die ihn so stark forderte wie keine zuvor. Im Winter 1966 arbeiten Seilschaften aus den USA und England sowie aus Deutschland parallel in der Eiger-Nordwand.

Das Ziel der beiden Gruppen: eine neue Route in der 1800 Meter hohen Wand zu erschließen. Eine Route, die dem Fall des Wassertropfens folgt: eine "Direttissima". Doch die Bemühungen führen zur Katastrophe, als John Harlin II, ein führender Kopf der anglo-amerikanischen Seilschaft, zu Tode stürzt. Während er beerdigt wird, setzen seine Gefährten den Aufstieg zum Gipfel fort.

Um ihren Freund zu ehren, nennen sie die Erstbegehung "John-Harlin-Direttissima". Der Tote hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Besonders der Sohn, John Harlin III, leidet unter dem Verlust des Vaters. Um die Geschehnisse zu verarbeiten, klettert er 2005 selbst durch die Eiger-Nordwand.

Sein Bergführer ist Robert Jasper. Die beiden Männer werden zu Freunden. 2010 schließlich gelingt Robert Jasper und dem Schweizer Roger Schaeli, 34, die erste freie Begehung der John-Harlin-Direttissima; eine Begehung ohne die Verwendung von Haken und Seil zur Fortbewegung. Als Jasper die Stelle erklettert, an der John Harlin II abstürzte, verdichten sich seine Erfahrungen und Emotionen in ungeahnter Intensität: "So vieles ging mir in diesem Moment durch den Kopf: das Schicksal von John, meine eigenen Kinder, der mögliche Tod.

Ich wusste, dass ich keinen Fehler machen durfte." Die freie Begehung der John-Harlin-Direttissima reiht sich in eine Vielzahl von Tragödien und Triumphen, die den Nimbus der Eiger-Nordwand ausmachen. Um den Stellenwert des jüngsten Kapitels deutlich zu machen, wird es in die Geschichte der Nordwand eingebettet. Anhand von historischem Bildmaterial der Dramen der 1930er-Jahre und mittels bislang unveröffentlichter Schmalfilmaufnahmen von der ersten Winterbegehung 1961 wird gezeigt, wie der Mythos Eiger entstand - und wie er bis heute eine junge Generation von Kletterern und Abenteurern in seinen Bann zieht..  (Quelle:youtube.com)
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