Bernd Senf - Der Nebel um das Geld
BERND SENF, geboren 1944, lehrt seit 1973 als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der allgemeinverständlichen Vermittlung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenhänge. Sein besonderes Interesse gilt einem tieferen Verständnis lebendiger Prozesse und ihrem Verhältnis zur herrschenden Wissenschaft, Ökonomie, Technologie und Moral.
Seine disziplinübergreifenden Veranstaltungen („Wege aus der ökologischen Krise”, „Einführung in die Arbeiten von Wilhelm Reich”, „Lebensenergie-Forschung”, „Wiederbelebung der Natur” und „Grundlagen einer natürlichen Wirtschaftsordnung”) finden immer wieder ein breites öffentliches Interesse. Zwischen dem Fließen des Geldes im sozialen Organismus einer Wirtschaft und dem Fließen der Lebensenergie im Organismus eines Menschen sieht Bernd Senf erstaunliche funktionelle Identitäten: Die Blockierung des Fließprozesses macht den betreffenden Organismus krank und destruktiv. Aus dieser Erkenntnis leitet er die Folgerung ab: Die Lösung (der Blockierung) ist die Lösung.
Was dies in bezug auf den Geldfluß bedeutet, warum der Zins ein destruktives Mittel der Sicherung des Geldumflaufs ist und welche grundlegenden Veränderungen des Geldsystems erforderlich sind, um die von ihm hervorgetriebenen Krisen zu vermeiden, davon u. a. handelt der dieser Vortrag.

Größe: 3,500 MB (WMV) | Dauer: ca 560 Min |
Erdoel, Brot und Korruption
Im Jahr 1996 gestattete die UNO dem vom Krieg zerstörten Irak, eine begrenzte Menge Öl zu verkaufen, um die seit 1990 unter dem Embargo leidende Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu versorgen. Im Jahr 2004 beschrieb dann eine irakische Tageszeitung, dass im Rahmen dieser Geschäfte für zahlreiche Personen und Unternehmen Schmiergelder geflossen seien. Der Dokumentarfilm von Rémy Burkel und Denis Poncet geht diesen Vorwürfen nach.
Im Rahmen des 1996 von der UNO aufgelegten Hilfsprogramms “Öl für Lebensmittel” durfte der Irak eine begrenzte Menge Erdöl unter UN-Kontrolle ausführen und vom Erlös Nahrungsmittel und Medikamente für die seit 1990 unter dem Embargo leidende Bevölkerung kaufen. Dabei flossen in knapp sieben Jahren etwa 100 Milliarden Dollar. Doch im Januar 2004 deckte eine irakische Tageszeitung einen Skandal auf. Sie veröffentlichte eine Liste von Personen und Unternehmen, die Schmiergelder aus den Mitteln des Hilfsprogramms erhalten haben sollen. Die daraufhin diskret von der UNO eingesetzte und nach ihrem Vorsitzenden Paul Volcker benannte Untersuchungskommission legte im Jahr 2005 einen aufschlussreichen Bericht vor, der circa 2.500 beschuldigte Einzelpersonen und Unternehmen aus 30 Ländern nannte. Dennoch gab es kaum Ermittlungsverfahren oder gar Prozesse. Die Filmemacher Rémy Burkel und Denis Poncet haben versucht, die einzelnen Etappen des Skandals nachzuvollziehen. In Dubai, Amman, Paris, Berlin, New York und Genf trafen sie zahlreiche direkt und indirekt Beteiligte dieses beispiellosen Ölbetrugs. Dazu zählen Botschafter, ehemalige Geheimdienstler, Journalisten, UNO-Beamte, Vermittler, Anwälte, Geschäftemacher, Politiker und irakische Ärzte. Der Film verdeutlicht, wie das Hilfsprogramm einer so mächtigen internationalen Institution wie der UNO laut Presseaussagen zur größten Korruptionsaffäre der Neuzeit werden und dennoch überall schnell wieder in Vergessenheit geraten konnte. Denis Poncet führt als Erzähler durch die Dokumentation. Er ist selten im Bild zu sehen, meistens lässt sich nur seine Silhouette erahnen. Anhand von unveröffentlichten Dokumenten, Archivmaterial, Zeugenberichten und Artikeln, die er in seinem roten Computer gesammelt und sortiert hat, setzt er Stück für Stück die Puzzleteile dieser Affäre zusammen und dokumentiert einen Skandal, der auch für die Plünderung des irakischen Volkes steht. Beherzt, neugierig und auf sehr persönliche Art richtet sich Poncet an die Zuschauer. Seine Absicht ist es, gewissermaßen “live” vor ihren Augen zu ermitteln. “Erdöl, Brot und Korruption” wird beim internationalen TV-Festival FIPA 2009 Ende Januar 2009 in Biarritz in der Kategorie “Große Reportagen und gesellschaftliche Ereignisse” gezeigt.

Größe: 700 MB (XviD) | Dauer: 90 min |
Kongos verfluchter Schatz
Für das Schwarzbuch Markenfirmen konnte ich 2001 belegen, wie der Bayer-Konzern jahrelang den illegalen Handel mit dem wertvollen Erz Coltan und damit den Krieg in der Demokratischen Republik Kongo finanzierte. Eine Nacherzählung meiner Undercover-Recherchen und ihrer Folgen findet sich auch in Uns gehört die Welt!
Das schmutzige Geschäft mit dem Coltan
“Ich bin 15 Jahre”, ruft der staubbedeckte Junge. Der Kleine neben ihm ist noch keine zehn. Beide haben rissige, schwielige Hände und in ihren Augen ist längst nichts mehr zu lesen von einer unbefangenen Kindheit. Sie schuften in den Coltan-Minen des Kongo.
Coltan, das ist ein Metall, nach dem die Welt giert, weil jedes Handy es zum Betrieb braucht, das es aber nur in Australien und Afrika gibt. Coltan ist ein Schatz für die einen und ein Fluch für die anderen.
In den unwegsamen Bergen des östlichen Kongo hacken es Männer, Jugendliche und Kinder aus dem kalkigen Boden. Wenn sie Glück haben, können sie das wertvolle Coltan selbst an Händler weiterverkaufen. Doch meist holen es sich die Rebellen, die damit ihren blutigen Kampf gegen die Regierung finanzieren. Wer nicht mehr arbeiten kann, weil ihn die Maloche in der schwülen Hitze ausgelaugt hat, wird einfach geköpft oder erschossen.
Patrick Forestier hat sich in das Gebiet der Minen und der Rebellen gewagt. Er hat mit ihrem Anführer, General Laurent Kunda gesprochen. Der hält sich für einen modernen Robin Hood, einen Gesandten Gottes. Kein Wort zu der Sklavenarbeit in den Minen, kein Wort darüber, dass seine Leute Frauen in diese Minen verschleppen und dort quälen und missbrauchen lassen. Patrick Forestier ist es gelungen, ganz nah zu den Opfern und auch zu den Sklaven in den Minen vorzudringen.
Er zeigt auch die illegalen Wege, auf denen das Coltan aus den Wäldern des Kongo heraus und nach Asien und Europa geschmuggelt wird. Mit versteckter Kamera folgt er der Spur des “Schwarzen Goldes”, wie die Afrikaner Coltan nennen, entlarvt die Händler. Keiner gibt zu, mit Coltan zu handeln, doch er entdeckte es in versteckten Lagern.
Firmen wie Sony, Samsung, Motorola und all die anderen Handy-Produzenten wissen, dass Coltan ein Metall ist, an dem Blut klebt, das täglich Menschenleben fordert. Doch sie unternehmen nichts, sie kaufen weiter das begehrte Metall von dubiosen Händlern, vor allem in Belgien - nur damit auf der Sonnenseite der Erde schon kleinste Kinder mobil telefonieren können.

Größe: 350 MB (XviD) | Dauer: 43 min |
Schatten über dem Kongo
Der belgische König Leopold II verwandelte das an Bodenschätzen reiche Land in ein gigantisches Arbeitslager. Als man ihm 1908 den Kongo wieder entzog, hatte er schätzungsweise über eine Milliarde Dollar Reingewinn aus seiner Kolonie erbeutet, rund 10 Millionen Menschen verloren dabei ihr Leben.
Ausbeutung, Verfolgung, Mord
“Schatten über dem Kongo” erzählt die Geschichte eines fast vergessenen Völkermordes. Im Jahr 1885 wurde auf der Kongo-Konferenz in Berlin der belgische König Leopold II als Herrscher des Kongo-Staates eingesetzt. Damit begann eine beinahe beispiellose Geschichte von Ausbeutung, Verfolgung und millionenfachem Mord an der einheimischen Bevölkerung.
Dem couragierten Einsatz eines Einzelnen war es zu verdanken, dass Leopold seine “Privatkolonie” wieder abgeben musste: Edmund Morel, Angestellter einer Schifffahrtslinie, erkannte als Erster das Ausmaß des Terrors und gründete die erste große Menschenrechtsbewegung des 20. Jahrhunderts, die “Congo Reform Association”.
Die Zeit nach der Schreckensherrschaft
Doch bis heute hat sich das Land nicht völlig von den Folgen der Schreckensherrschaft erholt. Denn die meisten der nachfolgenden Herrscher regierten das Land weiter im Stil der alten Kolonialherren. Erst 2006 konnte das Volk nach vielen von Diktatur und Bürgerkrieg geprägten Jahrzehnten wieder einen demokratischen Präsidenten wählen. Höchst instabil sind die politischen Machtverhältnisse im Land dennoch nach wie vor.
Bewegende Dokumentation
Der Film “Schatten über dem Kongo” entstand nach dem gleichnamigen Buch des amerikanischen Schriftstellers Adam Hochschild. Die Regisseurin Pippa Scott hat daraus eine bewegende Dokumentation auf höchstem filmischen Niveau gemacht, die exemplarisch die Ursachen vieler Probleme des afrikanischen Kontinents aufzeigt. Wie der englische Originaltitel “King Leopolds Ghost” andeutet: Der Schatten des Kolonialismus liegt noch immer über vielen Ländern Afrikas.
Literatur

Größe: 700 MB (XviD) | Dauer: 92 min |
AZK Nicolas Hofer - Die Evolution des Geldbildes
Bei diesem Vortrag wurde die Einleitung modifiziert (geschnitten), da die Veranschaulichung “”, welche am Anfang des Vortrages hätte sein müssen, einzeln zu haben ist.
Der Vortrag wurde am 27. September 2008 im schweizerischen Frauenfeld im Rahmen der zweiten Konferenz der Anti-Zensur-Koalition, im Anschluss an den Film Warum überall Geld fehlt (”Fabian - Gib mir die Welt plus fünf Prozent”) gehalten.
Dieser Vortrag ist als Erweiterung bzw. Ergänzung des Vortrages ist zu sehen. Dabei wird detailliert darauf eingegangen an welchen Stellen das aktuell verwendete Geldsytem strukturell bedingt versagen muss. Es wird die Frage geklärt warum innerhalb dieses Systems die einzige Möglichkeit die einer Bankenrettung durch den Staat ist und warum auf verschleierte Art und Weise die breite Masse der Bevölkerung durch dieses Vorgehen enteignet wird.
Nicolas Hofer, Freitag, 14. November 2008
Quelle: infokrieg.tv

Größe: 1065 MB (DivX) | Dauer: 90 min |
China im Kongo
Afrika ist reich an Rohstoffen. Doch die Bevölkerung profitiert kaum von den enormen Kupfer-, Gold- und Coltan-Vorkommen. Die Erlöse fließen oft nur in die Kassen staatlicher und territorialer Machthaber. Im Nordosten des Kongo beispielsweise finanzieren regionale Warlords ihre Waffen mit dem Verkauf von Bodenschätzen. Große Konzerne und Staatsbetriebe sichern sich die begehrten Schürflizenzen. Ganz groß im afrikanischen Rohstoffgeschäft sind die Chinesen. Sie sichern sich die begehrten Vorkommen und bauen im Gegenzug Straßen und Schulen. Politisch mischen sie sich nicht ein - deshalb ist das chinesische Engagement bei den afrikanischen Regierungen beliebt.
In einer Kupfermine der Provinz Katanga in der Demokratischen Republik Kongo schürft Nelly Tshilombo das Edelmetall mit bloßen Händen - illegal. Die Mine gehört einer privaten chinesischen Firma. Nelly besticht die Minenpolizei, damit sie arbeiten kann. Das grüne Gold verkauft sie dann über Händler weiter an die Chinesen. 40 Dollar bekommt sie am Tag. Das reicht gerade einmal für das Essen und das Schulgeld ihrer neun Kinder. Mehr als 200.000 Menschen suchen in der Provinz Katanga Arbeit in den Kupfer- und Kobaltminen, legal oder illegal. Eine andere Möglichkeit, Geld zu verdienen, haben sie nicht.
In Lubumbashi, der Hauptstadt der Provinz Katanga, donnern Tag und Nacht Sattelschlepper durch die Stadt, schwer beladen mit Kupfer und Kobalt. Sie fahren Richtung Sambia und weiter nach Tansania. Von dort werden die Rohstoffe nach Fernost verschifft. 300 chinesische Firmen sind in der Provinz Katanga bereits im Hüttenwesen tätig. 80 Prozent der privaten Investitionen der letzten Jahre kommen aus dem Reich der Mitte. Der jüngste Coup ist ein Jahrhundertvertrag im Wert von neun Milliarden Dollar. China baut 3.500 Kilometer Autobahnen, 3.500 Kilometer Bahngleise, dazu Krankenhäuser, Universitäten und Schulen. Im Gegenzug erhält es zehn Millionen Tonnen Kupfer und 200.000 Tonnen Kobalt. - Rohstoffe gegen Infrastruktur.
Die Demokratische Republik Kongo bekommt von China Cash zum Wiederaufbau des vom Krieg zerstörten Landes, ohne politische Auflagen oder politisches Wohlverhalten, wie der Westen es fordert, wenn er Gelder vergibt. So hat China in dem rohstoffreichsten Land Afrikas eindeutig die Nase vorn. Mit den Milliarden Dollar kommen auch Tausende Chinesen ins Land. Sind sie die neuen Kolonisatoren aus dem Reich der Mitte? Wie werden sie sich langfristig verhalten? Bleiben die Einwohner des Kongo wieder einmal auf der Strecke, während andere profitieren, oder hat das Land nun eine realistische Chance, den “Fluch der Rohstoffe” loszuwerden? - “Es ist zu früh dies zu beantworten,” sagt Freddy Mulumba, der Journalist der Onlinezeitung “Le Potentiel”. “Die Chinesen treten anders auf als der Westen. Sie haben eine ‘Win-win-Situation’ vor Augen. Sie bringen uns keinen Krieg. Und zum ersten Mal in der Geschichte Afrikas haben wir die Wahl zwischen zwei Zivilisationen, zwischen zwei Mächten. Wir können wählen, mit wem wir zusammenarbeiten. Mit den Amerikanern, mit den Europäern, mit den Chinesen. Früher hatten wir keine Wahl. Wir wurden zu allem gezwungen.”

Größe: 233 MB (XviD) | Dauer: 28 min. |
Unter Strom - Auf der Suche nach der Energie von morgen
Das Ja der Politik zum Atomausstieg steht. Aber wie lange noch? Und was bedeutet das Ausstiegsszenario für die Energieversorgung in Deutschland, wenn Kohlkraftwerke immer schwerer durchzusetzen sind? Windräder liefern nur Strom, wenn es weht - mit welchem Energiemix sind wir zukunftsfähig? Gehen in Deutschland bald die Lichter aus? Die NDR-Dokumentation “Unter Strom” macht sich auf die Suche nach der Energie von morgen.
Umweltverbände und Bundesregierung setzen auf den zügigen Ausbau der Windenergie. Schon heute stehen in Deutschland mehr Windräder als in irgendeinem anderen Land der Welt. Die Autoren führen den Zuschauer von den Windparks zur größten Netzleitwarte Deutschlands, in der Ingenieure den europäischen Stromtransport organisieren. Dort steht der Leiter Jürgen Vanzetta vor einem riesigen Monitor, so breit und hoch wie ein Haus: “Zwanzigtausend Megawatt Strom könnten die deutschen Windkraftanlagen insgesamt liefern”, so Vanzetta. “Aber heute haben wir wieder Flaute. Da gibt es kaum Windstrom. Also müssen wir Strom dazukaufen, für mehrere Millionen Euro am Tag. Dazu sind wir per Gesetz verpflichtet.”
Die Stromkonzerne setzen weiter auf Kohle, trotz zunehmender Kritik und trotz Widerstand der Bevölkerung. Allein die Kohlekraftwerke der RWE produzieren 178 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, so viel wie kein anderer europäischer Konzern. “Das ist unverantwortlich”, sagt Gerd Rosenkranz von der Deutschen Umwelthilfe, “bei der Stromerzeugung dürfen wir nicht an einer veralteten Technologie festhalten und das Weltklima immer weiter schädigen.”
Die Dokumentation “Unter Strom” lässt Befürworter und Kritiker der wichtigsten Energieformen zu Wort kommen und gewährt seltene Einblicke, zum Beispiel in die Leitwarte des Kernkraftwerks Brokdorf. Andere Drehorte sind der deutsche Braunkohletagebau mit den größten Baggern der Welt, das umstrittene geplante Atommüll-Endlager in Gorleben und die Strombörse in Leipzig, an der auch Banken auf steigende oder fallende Strompreise setzen.
Wie auch immer der deutsche Strom in Zukunft erzeugt wird: Der zunehmende europäische Stromhandel, die Kraftwerksneubauten weit weg von den Verbrauchern und der Aufbau immer neuer Windräder im dünn besiedelten Norddeutschland erzwingen einen schnellen Ausbau des deutschen Stromnetzes. Doch der kommt nur schleppend voran. Denn Bürgerinitiativen leisten allerorts Widerstand - nicht nur gegen Atomenergie, Windräder und Kohlekraftwerk, sondern auch gegen neue Stromleitungen.
Dokumentation (45 Min., PIER 53 / NDR 2008) von Carsten Rau und Hauke Wendler.
Erstsendung: Montag, 08.12.2008, 23 - 23:45 Uhr im NDR Fernsehen

Größe: 350 MB (XviD) | Dauer: 45 min. |
Iran - Der Wille zur Großmacht
1908 bis 2008, hundert Jahre Geschichte des Irans, erzählt der Dokumentarfilm von Jean Michel Vecchiet. Er zeichnet vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit das komplizierte Schicksal eines Landes zwischen Tradition und Moderne, Säkularisierung und Religion, Unterwerfung und Unabhängigkeit, Okzident und Orient nach. Dabei finden neben prominenten Vertretern des Landes und ehemaligen westlichen Politikern auch Stimmen aus der Bevölkerung Gehör.
Der Iran ist ein Land zwischen den Welten, eine geteilte Nation, die sich nach einem Jahrhundert politischer Erschütterungen aufschwingt, um der Welt - wie die Atomkrise zeigt - ihren Machtanspruch zu demonstrieren. Erstmals gibt der Dokumentarfilm Einblick in hundert Jahre iranischer Geschichte und legt die Wurzeln der Konfrontation des Irans mit den Mächten des Westens frei.
Die spannende Zeitreise von 1908 bis 2008 führt von den ersten Erdölfunden bis zur Atomkrise. Sie porträtiert anhand von Archivmaterial und historischen Dokumenten ein Volk und ein Land und lässt dessen Geschichte lebendig werden. Neben Zeitzeugen wie dem ehemaligen iranischen Staatspräsidenten Haschemi Rafsandschani, dem ehemaligen Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, und dem ehemaligen französischen Außenminister Hubert Védrine, kommen auch Stimmen aus der iranische Bevölkerung zu Wort, um vergangene und aktuelle Entwicklungen zu kommentieren.
(11.02.2009 / Arte)

Größe: 701 MB (XviD) | Dauer: 01:30:32 |
Teneriffa zwischen Bauboom und Naturschutz
Bis zum Mittelalter lag Teneriffa, die “Insel der Glückseligen”, jenseits der “Säulen des Herakles”, der Meerenge von Gibraltar, und damit außerhalb der bekannten Welt. Die Einwohner - wahrscheinlich aus Afrika eingewandert - lebten fast 1.000 Jahre lang ohne jeden Einfluss von außen. Erst im 15. Jahrhundert war die Zeit der Einsamkeit vorbei: Die Guanchen, die Ureinwohner der Kanaren, hatten keine Chance gegen die Feuerwaffen der Konquistadoren. Die Inseln wurden Vorposten Europas, Etappe auf dem Weg in die Neue Welt. Die bislang letzte große Invasion begann Anfang des 20. Jahrhunderts. Zuerst waren es einige wenige Briten, die sich der Gesundheit wegen im Dauerfrühling mit seinen 200 Sonnentagen im Jahr niederließen. Ihnen folgten in den 1960er Jahren ein Touristenboom und die damit verbundenen Hotelburgen. Da es keine Bebauungspläne gab, hatte man auch keine Hemmungen, sich so richtig in Beton auszutoben. Ganze Küstenstriche wurden zubetoniert. Teneriffa wurde die “Badewanne Europas”. Heute kommen sechs Millionen sonnenhungrige Gäste im Jahr. Besonders betroffen ist der Südteil der Insel um Playa de las America und Los Cristianos. Der Norden, die Gegend um Puerto de la Cruz, hat seine Bausünden schon hinter sich. Dort wird inzwischen viel dafür getan, das Landschaftsbild zu verbessern.
Karl-Heinz Walter zeigt das Leben auf der vom Tourismus geprägten Kanarischen Insel Teneriffa.
(07.11.2007 / 3sat)

Größe: 349 MB (XviD) | Dauer: 00:42:58 |
Jeder siebte Mensch (German Subbed)
Jeder siebte Mensch auf der Welt ist eine chinesische Bäuerin oder ein chinesischer Bauer. Die Filmemacherinnen Elke Groen und Ina Ivanceanu haben zwischen 2002 und 2005 in drei chinesischen Dörfern zahlreiche Interviews geführt und das Alltagsleben filmisch dokumentiert - ohne jede Zensur. Gleichzeitig haben Einwohnerinnen und Einwohner der Dörfer selbst Kurzfilme über ihre Umgebung, ihre Hoffnungen und Träume realisiert - Kurzfilme, die Teil von “Jeder siebte Mensch” geworden sind.
Das Ergebnis ist ein aussergewöhnlicher Dokumentarfilm, der Einblicke in das Leben in China abseits der urbanen und industriellen Zentren ermöglicht - in ein Leben zwischen Sozialismus und Marktwirtschaft, in dem die Dörfer zu Testfeldern für Demokratie und Selbstbestimmung werden.

Größe: 700 MB (Xvid) | Dauer: 70 min |