Hitec - Müll - Das Gold von morgen
Die Abfälle unserer Konsumgesellschaft werden gesammelt, getrennt, verwertet oder vernichtet. Mehrere Hundert Millionen Tonnen Müll pro Jahr allein in Deutschland. Lange galt Müll als Entsorgungsproblem. Dabei werden die Rohstoffe im Abfall immer kostbarer. Müll ist längst zum Multi-Milliarden-Euro Geschäft geworden.

Größe: 232 MB (XviD) | Dauer: 00:28:37 |
Hitec Fluessiges Erdgas aus Katar Die neue Energiequelle (MiSFiTS)
Zurück nach Doha in den Nordosten der arabischen Halbinsel. Direkt in den arabischen Golf ragt Katar hinein. Geologisch gesehen haben die Staaten rund um den Golf einfach Glück gehabt, dass sich im Laufe der Erdgeschichte in diesen Regionen Öl und Gas in großen Mengen eingelagert hat. Die Gasvorkommen haben Katar so grundlegend verändert wie kaum ein anderes Land. Halb so groß wie Hessen leben hier nur rund 800.000 Einwohner. Acht Kilometer lang ist die Promenade mit breiten Wegen und Landestellen für die Dhaus, die traditionellen Schiffe. Bis vor kurzem gab es hier nichts als Sand und Steine.
Das flüssige Gold
Entdeckt wurde das einzigartige Vorkommen 1971. Doch erst mit neuen technischen Methoden gelang es, das kostbare Gas aus der Tiefe zu gewinnen und über weite Strecken zu transportieren. Denn für den bisher üblichen Erdgas-Transport über Pipelines liegt der Fundort zu weit von den Märkten entfernt. Förderung und Transport waren bis vor kurzem nicht rentabel.
Zur Entstehung von Erdöl und Erdgas
Zu verdanken sind diese Energien mikroskopisch kleinen Lebewesen. Im wesentlichen Algen, die auf den Meeresboden gesunken sind und im weiteren Verlauf ihrer Verwesung Gase und Öl produzieren. Vor rund 400 Millionen Jahren waren die Gebiete, in denen heute (Erdöl und Erdgas) fossile Brennstoffe gefunden werden, von Ozeanen bedeckt.
Katars goldenes Zeitalter
Die Gasvorkommen haben Katar so grundlegend verändert wie kaum ein anderes Land. Halb so groß wie Hessen leben hier nur rund 800.000 Einwohner. Acht Kilometer lang ist die Promenade mit breiten Wegen und Landestellen für die Dhaus, die traditionellen Schiffe. Bis vor kurzem gab es hier nichts als Sand und Steine. Noch vor 50 Jahren standen hier ein paar armselige Hütten, Es gab Wasserstellen und Kamelherden. In früheren Jahrhunderten kämpften mehrere Beduinenstämme um die Vorherrschaft in der trostlosen Wüstenei.
Gastransporte der Superlative
Die Tanker werden vollautomatisch mit flüssigem Erdgas befüllt – ferngesteuert von einer zentralen Leitwarte. Die Schiffe – so lang wie drei Fußballfelder und so hoch wie ein 13-stöckiges Haus - transportieren bereits heute etwas mehr als ein Fünftel des Weltenergieverbrauches über die Meere. Die gewaltigen Tanks sind wie Kugeln geformt, denn so verteilt sich der Druck gleichmäßig auf die Wände. Die größten LNG-Tanker fassen bereits 210 000 Kubikmeter flüssiges Gas und kosten rund 175 Millionen Dollar, fast so viel wie ein Airbus A380.
Erdgas für Europa
Im März 2007 kam die erste Ladung LNG aus Katar an, das im Rahmen eines neuen 20 jährigen Vertrages geliefert wird. Zeebrügge will der zentrale Knotenpunkt für die Gas-Ströme in Nord-West-Europa werden. Dafür wurden hier große Erdgasspeicher in den Boden gebaut. Kräftig investiert die Betreibergesellschaft auch in das Fernleitungsnetz vor allem nach Frankreich. Deutschland bezieht zurzeit kein Flüssiggas. Allerdings wird seit sage und schreibe 35 Jahren über eine Anlandestation in Wilhelmshaven diskutiert.
Quelle: 3sat online

Größe: 233 MB (XviD) | Dauer: 27 minutes |
Download:
Hitec Klimaforschung in Groenland (MiSFiTS)
Die 3sat-Sendereihe “hitec” hat die Forschungsreise begleitet. “Das bestimmende Klimasignal ist die natürliche Temperaturschwankung”, stellt Expeditionsleiter Dr. Jan Harff auf einer Expedition mit dem Forschungsschiff Merian nach Grönland fest.
“Die Erderwärmung hätte mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls stattgefunden, auch wenn der Mensch den CO2-Ausstoß nicht erhöht hätte. ” Harff plädiert deshalb in “hitec: Klimaforschung in Grönland” dafür, die, wie er sagt, überhitzte Klima-Debatte mit mehr Ruhe und Sachlichkeit anzugehen.
Am Klima sei nur eines beständig, nämlich, dass es nicht beständig ist, so die Forscher an Bord der hoch modernden Merian, die erst 2006 in Dienst gestellt worden ist. Dennoch: Der Mensch schippe aber im wahren Wortsinn Kohlen in den natürlichen Erwärmungsprozess - deshalb seien gleichwohl alle Diskussionen zu begrüßen, die zu einem behutsameren Umgang mit Ressourcen führten.
Die Merian, mit der “hitec” unterwegs war, ist wie eine schwimmende Universität mit Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen. Die “hitec”-Sendung von Rita Knobel-Ulrich zeigt Ozeanografen, die die Schadstoffbelastung des Meeres prüfen, und Geologen, die jene des Eises untersuchen. Beide Werte liefern Hinweise auf Luftzirkulation und Umweltverschmutzung. Außerdem beobachtet die Sendung Biochemiker, die in Raumfahrtanzügen im eiskalten bordeigenen Klimalabor sitzen und das Verhalten winziger Bakterien des Meeresbodens prüfen. Bei einheimischen Fischern und Jägern erfahren die Forscher und das “hitec”-Team, was der Klimawandel für das Leben in Grönland bedeutet.” (Quelle: 3sat)
Größe: 233 MB (XviD) | Dauer: 28 minutes |
Download:
Hitec: Jupiters geheimnisvoller Eismond (MiSFiTS)
Seit Kopernikus und Galilei die Erde aus dem Mittelpunkt unseres Sonnensystems verdrängt haben, ist mithin die wichtigste Frage, die wir uns stellen: Sind wir allein im Universum? Bis dahin schien alles klar: die Erde war der Mittelpunkt des Universums und wir, die Menschen, die Krone der Schöpfung. Doch seitdem erkennen wir immer mehr, dass die Erde nur ein Staubkorn im Universum mit seinen vielen Milliarden Sonnensystemen ist – und, dass unsere Erkenntnis weiterhin sehr eingeschränkt ist.

Größe: 238 MB (Xvid) | Dauer: 00:28:21 |
Download:
Mirror:
Hitec Die Vermessung der Lust (MiSFiTS)
Der Atem wird schneller. Jede Faser des Körpers ist gespannt. Das Herz galoppiert, bis 120 Schläge pro Minute. Sex ist Leidenschaft, ein Urinstinkt. Ein einzigartiges Phänomen. Forscher wollen wissen: Wie kommunizieren Gehirn und Genitalien dabei?
Weltweit suchen Medizinexperten in unseren Milliarden Nervenzellen nach dem Lustzentrum. Mit Methoden der Hirnforschung, mit kostspieliger Technik wollen die Sexualforscher das Rätsel der Begierde entschlüsseln. Wo im Körper entsteht die Lust auf Sex? Welche Hormone treiben uns beim Orgasmus zur Ekstase? Können wir unseren Trieb in Zukunft manipulieren?
Sophie und Nikolas sind unsere Probanden. Mit dem Paar wollen wir die Geheimnisse des körperlichen Verlangens erkunden. Sie begleiten uns in die Labore der Wissenschaftler. Sex ist für beide ein wichtiger Teil ihrer Beziehung. Für Nikolas beginnt die Leidenschaft nicht erst im Bett, vielmehr im Kopf. Dort sitzt die Quelle der Libido. Sensoren unserer Haut leiten bei Berührung Impulse ins Gehirn. Das wissen die Forscher. Doch welche Hirnregion genau unsere Erregung auslöst, ist noch unbekannt. Wo wird die erotische Initialzündung gegeben?
Die Herkunft der sexuellen Erregung wollen Neurowissenschaftler finden. Nikolas wagt an der Uniklinik Essen das Experiment. Er wird mit der neuesten Methode der Hirnforschung untersucht: per fMRT, einer funktionellen Magnetresonanztomographie.
Aktive Hirnareale brauchen mehr Blut und Sauerstoff als im Normalzustand. Diese Veränderungen macht der Tomograph mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen sichtbar. Bewegen darf sich Nikolas in der Röhre nicht. Nur so können die Forscher scharfe Aufnahmen der sexuellen Signale im Gehirn machen.
Über einen Beamer zeigen die Forscher dem Probanden Nikolas Pornofilme. Bei Männern regt sich mehr im limbischen System – in dem Bereich, der für den Trieb zuständig ist. Bei Frauen schaltet sich eher der Verstand ein. Sie kontrollieren sich stärker. Männer sind schneller und intensiver bei der Sache. Die Filme der Universität Kiel zeigen die Schaltkreise im Gehirn, die uns erregen. Ein kompliziertes Netzwerk. Das sogenannte Belohnungssystem springt bei beiden Geschlechtern auf Nacktbilder an – die Region, die auch im Drogenrausch aktiv wird. Es ist der älteste Teil des menschlichen Gehirns, der uns Lust verschafft. Ein archaischer Bestandteil unseres Körpers.
Sophie ist eine von 20 Probanden, die zum Test an der Uniklinik in Kiel geladen sind. Der Studienleiter Jorge Ponseti will seine These belegen: Unser Körper ist häufig schneller erregt als uns bewusst wird.
Um dies zu belegen, wird Sophie an ein EEG-Gerät angeschlossen, das ihre Hirnströme vermisst. Sie weiß nur, dass sie sich Bilder ansehen soll. Welcher Art, ist ihr unbekannt. Jorge Ponseti hat Landschaftsaufnahmen mit Fotos von Sexszenen gemischt. Einige von ihnen sind viel zu kurz, um sie wirklich zu sehen. Der Forscher will wissen, ob die Probanden sie trotzdem wahrnehmen.
Dr. Jorge Ponseti, Sexualwissenschaftler, Universitätsklinikum Kiel:
Es gibt nun eine Reihe von Studien außerhalb jetzt des sexuellen Kontextes, in denen man gezeigt hat, dass auch so eine subliminale, also unterschwellige Darbietung auch Einflüsse auf das Entscheidungsverhalten oder auf irgendwelche anderen autonomen Reaktionen des Körpers haben kann. Und wir wollten nun sehen, ob auch die Reaktion von Genitalien durch so eine unterschwellige Reizdarbietung beeinflusst werden kann.
Zur Vermessung der genitalen Erregung muss sich Sophie eine Vaginal-Sonde einführen – ein Gerät in der Form eines Tampons. Per Fotozelle kann die Sonde die Durchblutung der Vagina registrieren. Die Diashow beginnt. Die entscheidenden Bilder sind Fotos von Genitalien, frei von Erotik und Emotion. Sie blitzen zwischen Bildtafeln mit Farbklecksen auf – nur 20 Millisekunden lang. Für unser Auge ist das ein Bildfehler. Erst ab 30 Millisekunden sehen wir bewusst.
Sophies Temperaturkurven belegen: Ihr Körper reagiert auf die Bildreize. Die Sexualmedizin könnte das bei der Diagnose sexueller Störungen nutzen. Sophie ist sich sicher, dass sie nicht erregt war.
Größe: 233 MB (XviD) | Dauer: 28 minutes |
Download:
Hitec Das Geheimnis der Partnerwahl (MiSFiTS)
Lust. Leidenschaft. Liebe. Sieverhextundverzaubert,
verfuehrtund verwirrt uns, schafft Leiden und Sehnsucht. Kein
anderes Gefuehl hat eine solche Magie.
Evolutionsbiologenund -psychologen glauben: Wir verlieben uns
nichtzufaelligineinenPartner,es gibt ein biologisches
Muster,nachdem wir suchen. Einen Bauplan der Evolution. Wir
Menschenseiendagegenmachtlos. Folgen wir in der Liebe nur
unserenTrieben?Welche Rolle spielen Aussehen, Koerpergeruch
und Gene?
WirbeobachtendieAktivitaetenineiner Berliner Bar. Die
Gaestemeldensich fuer ein Speeddating an. Die Veranstaltung
isteineGelegenheitfuerSingles,inkurzerZeit gleich
mehreremoeglichePartnerkennenzulernen. Sieben Maenner
treffensiebenFrauen. Jedes Gespraech dauert sieben Minuten.
Dann ruecken die MaennereinenSitzplatzweiter.Zwei
TeilnehmerdesAbends,die sich ineinander verlieben werden,
begleitenunsweiterûauf der Suche nach dem Geheimnis der
Anziehungskraft: Sophie und Nikolas.
Nikolas:
Ichhabvon ein paar Freunden an der Uni gehoert, dass sie so
etwasgemachthaben.Und die haben halt gesagt, das ist ganz
interessant,solltestdumal ausprobieren. Ich bin ne offene
Personundtrau mich auch manchmal Sachen, die man eigentlich
sogarnichtmacht.Undda hab ich gesagt, ich probier das
einfach mal aus.
Sophie:
Ichhabemich eigentlich ganz locker verhalten da und ich war
auchnichtangespanntoderso.Aber es ist trotzdem dieser
Rahmen, der macht das halt ein bisschen kuenstlich. Du sitzt da
nebenvielenLeuten, die das auch machen. Und du bewegst dich
ganzanders,alswenndu dich triffst mit jemandem und dich
dann so unterhaeltst und dich so kennenlernst.
Dr. Penke bei der Auswertung der Ergebnisse
NikolasundSophie haben wie alle Teilnehmer zuvor einen Test
anderBerlinerHumboldt-Universitaetgemacht. Anhand einer
Speichelprobewill der Beziehungsforscher Lars Penke
Hormonprofileerstellen.Er will herausfinden, worauf es beim
Flirten ankommt.
Dr. Lars Penke, BeziehungsforscherHumboldt-Universitaet
Berlin:
DasSchoene an Speeddating-Veranstaltungen ist, dass das Ganze
ineinemsehrstandardisiertenRahmen ablaeuft. Das heisst,
einebestimmteAnzahlMaennertriffteine bestimmte Anzahl
Frauen.Und jeder unterhaelt sich mit jedem eine fixe Zeit, so
dassallewesentlichenParameter konstant gehalten sind. Und
mantrotzdem aber wirklich den Moment des ersten Kennenlernens
erfassen kann.
DerPsychologe hat schon Dutzende Speeddatings untersucht. Der
Hormonhaushaltistein Parameter, der ihn dabei interessiert.
MiteinemHandscananalysiert er Nikolas Testosteronspiegel.
Ist der Ringfinger laenger als der Zeigefinger, hat er viel von
demGeschlechtshormonmitbekommen.Kommter deshalb bei den
Frauenbesser an? Mit Videoaufnahmen nimmt Lars Penke auch die
Gesichtszuegeund die Stimme der Probanden auf. Denn um solche
Faktorengeht es beim ersten Kennenlernen wirklich - auch wenn
die Teilnehmer immer behaupten: Auf den Charakter kommt es an.
Dr. Lars Penke:
Eshatsichsehr deutlich gezeigt, dass das, was Maenner und
Frauensagen,was sie eigentlich in so einer Situation suchen
oderineinem Partner suchen, recht wenig mit dem zu tun hat,
wie sie dann waehlen. Im Endeffektwardergrosse,
entscheidendeFaktorinsbesonderebeiden Partnerwahlen von
Maennern doch tatsaechlich dann die Attraktivitaet.
Größe: 233 MB (XviD) | Dauer: 28 minutes |
Download:
hitec - Wie kalkuliert man eine Katastrophe?
Alle 25 Minuten brennt in Deutschland eine Fabrikhalle, eine Industrieanlage oder eine Lagerhalle. Fast täglich ereignet sich eine Staubexplosion. Allein in Deutschland entstand 2005 ein Schaden von 1,4 Milliarden Euro durch Industriebrände. Nur jeder vierte Betrieb kann sich wieder von den Schäden erholen und weiterhin am Markt bestehen. Ein Desaster für die betroffenen Firmen und ein Risiko für die Versicherer. In einem Waldgebiet, 100 Kilometer südwestlich von Boston, betreibt ein amerikanischer Rückversicherungskonzern das größte Forschungs- und Testzentrum der Welt für Versicherungsschäden. Hier geht man den Ursachen von Katastrophen auf den Grund. 140 Menschen sind auf dem 600 ha großen Gelände beschäftigt und betreuen die Ingenieure der Versicherung, die aus der ganzen Welt nach Rhode Island kommen, um Katastrophen für ihre Kunden durchzuspielen. Der beste Schutz vor Großbränden sind immer noch Sprinkleranlagen. Ihr Einbau kostet meist pro Quadratmeter nicht mehr als ein neuer Teppichboden. Ein Netz aus Sprinklern, das die gesamte Decke überzieht, verbunden durch Wasserrohre, kann Brandherde schon im Keim ersticken.

Größe: 240 MB (DivX) | Dauer: 00:28:20 |
Download:
hitec - Die Zeitenfischer - Klimaforschung in der Südsee
So einfach dieses Vorhaben auch klingt, hinter dem Projekt steckt ein enormer finanzieller und logistischer Aufwand, denn um die Bohrproben direkt auf dem Schiff einer ersten Bewertung unterziehen zu können, musste ein komplettes Labor, verpackt in mehreren Seecontainern auf die Reise gehen. Eines der größten Rätsel das die Wissenschaftler lösen möchten, ist der starke Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit. Der Grund dafür müssen ungeheure Eismengen gewesen sein, die binnen weniger hundert Jahre abgeschmolzen sind. Aber, wo kam das Eis her? Eine Theorie besagt: Von dicken Eispanzern auf der Nordhalbkugel. Andere Forscher meinen: Aus der Antarktis. Eine Spur könnte ein gigantischer Strömungskreislauf sein, der rund um den Globus läuft. Diese Wärmepumpe versorgt die Nordhalbkugel mit warmem Wasser aus tropischen Meeren. Die Forscher gehen im Moment davon aus, dass ungeheure Eismassen auf der Nordhabkugel abgeschmolzen sind. Das Süßwasser ist dann über den Golf von Mexiko in das Meer geflossen. Das hatte Einfluss auf das empfindliche System. Der Wärmestrom kam ins Stocken. Es hätte wieder kälter werden müssen auf der Nordhalbkugel. Und genau das macht die Forscher unruhig. Denn ihre Messungen besagen genau das Gegenteil. Es wurde nicht kälter – sondern wärmer. Im Blick haben die Forscher vor allem ein Ereignis vor mehr als 20.000 Jahren. Stimmen ihre Daten, ist der Meeresspiegel innerhalb von 400 Jahren um ca. 20 Meter angestiegen – ein Schlüsselszenario, das es zu verstehen gilt. Mit Hilfe der Korallen vor Tahiti will die Expedition den Meeresspiegelanstieg von damals genau dokumentieren. In einem Meter Koralle können bis zu 500 Jahre Klimageschichte gespeichert sein. Schweizer Biologen sind den wahren Riffbauern auf der Spur. Ihre These: Die Riffe sind anfangs nicht durch Korallen entstanden. Die Forscher haben Mikroorganismen im Verdacht. Tatsächlich gibt es tief im fossilen Gestein Leben. Diese Erkenntnisse geben Aufschluss darüber, wie die heutigen Riffe entstanden sind. Das erschwert die Arbeit der Klimaforscher. Denn um in die Zukunft zu sehen, brauchen sie verlässliche Daten aus der Vergangenheit. Sie setzen aus vielen Einzelteilen zusammen, was damals passiert ist und leiten dann Prognosen für die nächsten Jahrhunderte ab. Ihre Klimamodelle basieren also unter anderem auf Korallenproben aus zehntausenden von Jahren. Und je besser die Datenlage aus der Vergangenheit, desto genauer die Vorhersagen für die Zukunft. Denn die unterschiedlichen Klimamodelle sind sich alles andere als einig, was die zukünftige Entwicklung des Meeresspiegels betrifft. Die auf der Tahiti-Expedition geborgenen Kerne werden es ermöglichen, die Entwicklung des Klimas besser zu verstehen. Aber ob sie den rapiden Meeresspiegelanstieg am Ende der letzten Eiszeit klären können, ist weiterhin fraglich. Dieses Rätsel wird die Wissenschaft wohl noch lange beschäftigen. Ab jetzt stehen den Forschern aber erstmals Korallen aus dieser Zeit zur Verfügung. Doch noch wird es Jahre dauern, bis Ergebnisse vorliegen. Nur eines weiß man jetzt schon: Das gebohrte Material reicht um das Doppelte über die anvisierte Zeitspanne von zwanzigtausend Jahren hinaus.

Größe: 220 MB (DivX) | Dauer: 00:28:58 |
Download:
hitec - Die neuen Augen der Welt
Rasterelektronen-Mikroskope, extreme Hochgeschwindigkeitskameras und Neutronentomographie, das sind die neuen Augen der Welt. Mit diesen Werkzeugen können wir den Teil der Welt sichtbar machen, der unseren Augen verschlossen bleibt. Auf Schloss Weissenstein nahe der Schwäbischen Alp spielen sich seltsame Dinge ab. Hier betreiben die Schlossbesitzer Mikrofotografie - Mittels einer Videokamera und eines Vergrößerungsobjektivs entdeckt das umtriebige Pärchen so faszinierenden Welten. Hochgeschwindigkeitskameras eröffnen dem menschlichen Auge neue Einblicke in die Welt und verändern die Wahrnehmung. Im Forschungsreaktor der Technischen Universität München werfen Forscher einen Blick in das Innere eines Ottomotors – bei laufendem Betrieb. Bei der Schlierenfotografie wird das Licht einer beliebigen Lichtquelle von vier Farbfolien aufgeteilt. Die Mitte des Strahls wird abgedeckt und das ganze Lichtbündel über zwei Spiegel zu einer Kamera gelenkt.

Größe: 240 MB (Xvid) | Dauer: 00:29:14 |
:
hitec - Die Wellenbrecher - Auf der Suche nach der perfekten Welle
Wie die meisten Naturerscheinungen haben auch Wellen zwei Gesichter: Als perfekt geformte Surfwelle erfreuen sie Wellenreiter in aller Welt. Als Tod und Verwüstung bringender Tsunami haben sie jüngst in Asien ihre zerstörerische Kraft gezeigt. Zwei neuseeländische Wissenschaftler beweisen, wie man beide Aspekte vereint. Sie bauen weltweit künstliche Riffe, die Wellen vorausberechnet brechen lassen. Sie schützen damit die Küste vor Sturmfluten und schaffen gleichzeitig die perfekten Wellen für Surfer. Das wissenschaftliche Zentrum für die Suche nach der perfekten Welle ist Raglan an der Westküste Neuseelands. Hier gründeten Universitätsdozent Kerry Black und sein Student Shaw Mead vor acht Jahren eine Firma: ASR steht für “Artificial Surf Reefs” – künstliche Surfriffe. Ein Meilenstein auf der Suche nach der perfekten Welle ist die Gold Coast an der Ostküste Australiens. In “Surfer’s Paradise”, dem touristischen Zentrum der Gold Coast, entstand 1998 der Prototyp eines künstlichen Surfriffes. Mount Maunganui an der Ostküste Neuseelands. In dem Badeort soll das erste neuseeländische Riff entstehen - Mt Maungunui ist die Mini Gold Coast von Neuseeland sozusagen. Die Wissenschaftler von ASR arbeiten derzeit an einem neuen Projekt: ein Riff, dessen Form sich hydraulisch verändern lässt und das in grossen Wellenpools eingesetzt werden soll. Dort sollen sich bewegliche Elemente, die sich in ihrer Höhe einstellen lassen. Die Knotenpunkte der Elemente werden dann mit hydraulischen Hubmechanismen verbunden, mit denen die Form des Riffes beliebig verändern kann.

Größe: 240 MB (Xvid) | Dauer: 28:48 |
: