Die Deutschen - 08/10 - Robert Blum und die Revolution
ROBERT BLUM UND DIE REVOLUTION porträtiert einen demokratischen Revolutionär, dessen Schicksal beispielhaft ist für das Scheitern des ersten gesamtdeutschen Parlaments von 1848. In der Frankfurter Nationalversammlung ist Robert Blum ein entscheidender Wortführer. Freiheit und Einheit für die Deutschen lautet das Ziel. Doch die Bewältigung der Doppelaufgabe scheitert schließlich an der Frage, wie weit die Grenzen des vereinten Deutschlands reichen sollen und welche Form und Verfassung der geeinte Staat haben soll am Ende haben die Fürsten wieder das Sagen. Der Wunsch nach nationaler Einheit bleibt als Vermächtnis. Freiheit und Einheit werden zwar nicht erreicht, doch stellte die Paulskirche Weichen für eine künftige Vereinigung der Deutschen.

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Die Deutschen - 07/10 - Napoleon und die Deutschen
NAPOLEON UND DIE DEUTSCHEN zeigt, dass ausgerechnet ein fremder Kaiser, der französische Jahrhundertherrscher, die Deutschen durch Eroberungen und Reformen in ihr nationales Zeitalter katapultierte. Bonaparte räumt mit dem Alten Reich und seiner territorialen Zersplitterung im Zusammenwirken mit den deutschen Fürsten auf. Grundlegende Veränderungen finden statt mit und gegen Napoleon. Aus der territorialen Zersplitterung gehen am Ende größere deutsche Staaten hervor. Als Reformer sät Napoleon das Verlangen nach Freiheit, als Tyrann weckt er das deutsche Nationalgefühl. Kaum ein Kaiser zuvor hat je soviel dazu beigetragen, dass die Deutschen einander näher kommen. Wider willen wird er zum Erwecker der Nation .

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Die Deutschen - 06/10 - Preussens Friedrich und die Kaiserin
Viele Regenten herrschten im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Doch zwei Monarchen ragen heraus: Preußens Friedrich und Österreichs Maria Theresia. Sie sind Rivalen, die unterschiedlicher kaum sein konnten: Die lebensfrohe Habsburgerin Maria Theresia aus dem katholischen Wien und der verschlossene Hohenzollern-König Friedrich II. aus dem protestantischen Potsdam.
16. Dezember 1740: An der Grenze zwischen Brandenburg und Schlesien ahnt niemand, was bevorsteht: Ein Überfall, der die Welt verändern wird. Der preußische König Friedrich II. marschiert ohne Vorwarnung in Schlesien ein, das zu Österreich gehört. In Wien hat seit kurzem die Habsburgerin Maria Theresia das Sagen. Mit gerade mal 23 Jahren ist sie die Herrscherin über Österreich.
Alles ist Verhandlungssache
Sie weiß: Friedrich geht es nicht nur um Schlesien. Er will die Vorherrschaft auf deutschem Boden. Auf Kosten Österreichs soll Brandenburg-Preußen Großmacht werden. Es beginnt ein Krieg, der alles verändern wird. Vier lange Jahre kämpfen Friedrichs Truppen gegen die Armee Maria Theresias. Friedrich brilliert als Feldherr. Das kann seine Rivalin nicht.
Im November 1745 schickt der Preußenkönig Maria Theresia ein Angebot. Ihr Ehemann Franz Stephan könne Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation werden, wenn Maria Theresia im Gegenzug auf Schlesien verzichte. Franz Stephan erhält die Kaiserkrone, doch seine Frau ist die heimliche Kaiserin. Auch Friedrich II. lässt sich bejubeln, denn Preußen ist nun auf dem Weg zur Großmacht.
Drei Frauen gegen Friedrich
Maria Theresia will Schlesien unter allen Umständen zurückerobern. Im Jahr 1756 verbündet sie sich mit Madame Pompadour, Mätresse des französischen Königs, und der russischen Zarin Elisabeth gegen Friedrich. Preußen ist plötzlich von Gegnern umzingelt. Ein Bündnis zwischen Österreich, Frankreich, Sachsen und Russland besiegelt den Pakt gegen Preußen. Dem steht nur England zur Seite. Friedrich muss handeln: Zuerst trifft es die Sachsen. Wieder ein Überfall ohne Kriegserklärung. Es ist der Anfang eines Siebenjährigen Krieges.
Parchwitz bei Leuthen am 4. Dezember 1757: Die entscheidende Schlacht steht bevor. Nur 39.000 Preußen stehen gegen 66.000 Österreicher. Die Lösung ist die berühmte “schiefe Schlachtordnung”. Seit dieser Schlacht gilt Friedrich als genialster Feldherr seiner Zeit. Leuthen wird zum Mythos und Friedrich zur Legende. Eine Schlacht ist gewonnen, aber nicht der Krieg. Auf den legendären Sieg folgen vernichtende Niederlagen. Österreicher, Russen und Franzosen drängen Friedrich an den Abgrund.
Sieben Jahre Krieg
Der 12. August 1759: Bei Kunersdorf, östlich Frankfurt an der Oder, stellt Friedrich sich der Übermacht von Österreichern und Russen. Wieder folgt ein mörderisches Schlachten. Das Gemetzel endet für Friedrich in einer Katastrophe: Von 48.000 preußischen Soldaten überleben nur wenige tausend.
Erst 1763 endet der Siebenjährige Krieg. Maria Theresia verliert mit Russland ihren wichtigsten Bündnispartner. Die Rettung kommt unverhofft: In Petersburg stirbt die Zarin Elisabeth, die Friedrich hasste. Der Thronfolger Peter III. ist ein glühender Verehrer des Preußenkönigs. Es ist das rettende Mirakel, das Wunder des Hauses Brandenburg. Russland schließt mit Preußen Frieden. Auch Frankreich zieht sich zurück. Preußen ist gerettet.
Das Motto des “Alten Fritz”
Bis zu seinem Tod profiliert der “Alte Fritz” sich als Reformer: “Jeder kann nach seiner Façon selig werden.” Das zeugt von Toleranzbereitschaft. Sein Preußen ist fortan neben Österreich die zweite Großmacht im Reich.

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Die Deutschen - 05/10 - Wallenstein und der Krieg
Es ist ein Kampf um die religiöse und politische Vorherrschaft im Reich und in Europa: Katholiken gegen Protestanten. Ein Mann soll für den Kaiser die Anhänger der Reformation besiegen: Der Feldherr Albrecht von Wallenstein.
Schicksalstag ist der 23. Mai 1618: Mit einem Gewaltakt auf der Prager Burg nimmt eine der dunkelsten Epochen in der deutschen und europäischen Geschichte ihren Anfang. Protestanten stürzen die Statthalter des katholischen Monarchen Kaiser Ferdinand II. kurzerhand aus dem Fenster. Dank “göttlicher Fügung” - genau genommen dank eines Misthaufens im Burggraben - überleben die Männer den Sturz aus 17 Metern Höhe. Der Prager Fenstersturz löst eine Spirale der Gewalt aus. Der Konflikt mündet im Dreißigjährigen Krieg.
Das Jahr 1625: Kaiser Ferdinand will seine Macht gegenüber den Fürsten stärken und den Protestantismus gewaltsam eindämmen. Böhmen und die Pfalz fallen an die Katholiken, die immer weiter bis in den Norden vordringen. Jetzt regt sich Widerstand bei den europäischen Nachbarn. Der protestantische König von Dänemark fürchtet um seine Vorherrschaft im Ostseeraum und erklärt Kaiser Ferdinand den Krieg.
“Der Krieg ernährt den Krieg.”
Ferdinand benötigt dringend Truppen und Waffen. Jetzt schlägt die Stunde von Wallenstein. Der Kriegsunternehmer macht dem Kaiser das unwiderstehliche Angebot, binnen kurzer Zeit ein 50.000 Mann starkes Heer aufzustellen. Wallenstein, nun mit einer außergewöhnlichen Machtfülle ausgestattet, erweist sich als Finanzgenie und glänzender Organisator.
Wallenstein perfektioniert das Geschäft mit dem Krieg: Das Geld, das er aus seiner eigenen Kasse vorlegt, will er sich in den Kriegsgebieten zurückholen. Eine Kalkulation ohne Skrupel. Er investiert in neue Soldaten und neue Waffen. Und das auf Kosten der Bauern, der Handwerker, der Händler und der Bürger, die für Wallensteins Truppen die Logis stellen, Lebensmittel liefern und für die Soldzahlungen aufkommen müssen. Getreu dem Motto Wallensteins: “Der Krieg ernährt den Krieg.”
Millionen Menschen sterben
Jetzt entfesselt sich endgültig ein Krieg, der lange Zeit als der Krieg der Kriege gilt: Er dauert schier endlose 30 Jahre. Millionen von Menschen sterben durch Hunger, Seuchen und rohe Gewalt. Wallenstein weiß diesen Krieg für sich zu nutzen.
Er steigt zu einem der mächtigsten Männer im Reich auf. Unter seinem Kommando wird die kaiserlich-katholische Herrschaft wieder bis an die norddeutschen Meere vorgeschoben. Bis Schweden auf der Seite der Protestanten eingreift - ein entscheidender Wendepunkt. Denn jetzt betritt ein anderer Mächtiger deutschen Boden: König Gustav Adolf von Schweden. Seine Truppen dringen bis in den Süden Deutschlands vor. 1632 kommt es zur Schlacht bei Lützen: Wallenstein und König Gustav stehen sich gegenüber. Der schwedische König stirbt und Wallenstein entrinnt nur knapp dem Tod.
Wallensteins tödliches Umdenken
Der Kriegsunternehmer sieht nun keinen Sinn mehr in seinem todbringenden Gewerbe. In Anbetracht der Eskalation kommt Wallenstein zu der Einsicht, dass sich der Krieg als Geschäft nicht mehr lohnt und dass nur ein Ausgleich zwischen den Mächten und den Konfessionen dem Gemetzel ein Ende bereiten kann. Der Kaiser unterstellt ihm Hochverrat. 1634 machen die eigenen Soldaten Jagd auf Wallenstein. Der Kaiser hat ihnen ein Kopfgeld versprochen. Wallenstein stirbt, weil er den Krieg nicht mehr für andere führen wollte - schon gar nicht um des Glaubens willen.

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Die Deutschen E04 - Luther und die Nation
Zunaechst ein einfacher Moench, wurde Martin Luther durch seine Taten und Schriften zur epochalen Figur. Mit der Uebersetzung der Bibel ins Deutsche legte er ein Fundament nationaler Identitaet, mit der Verbreitung seiner Thesen aber auch den Grundstein fuer die Kirchenspaltung.

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Die Deutschen E03 - Barbarossa und der Löwe
Koenig von Deutschland, Kaiser des Roemischen Reiches: Der Staufer Friedrich I. “Barbarossa” (1122 1190) ist stets getrieben von deutschen und internationalen Konflikten. Mit dem Papst streitet er um die Kirchenhoheit, die Staedte Oberitaliens rebellieren. Daheim gewinnt sein Vetter Heinrich der Loewe so sehr an Macht, dass er zur Gefahr wird.

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Die Deutschen E02 - Heinrich und der Papst
Es ist der Moment der tiefsten Erniedrigung! Barfuss im Buessergewand kniet der deutsche Koenig Heinrich IV. im Schnee vor der Burg Canossa und fleht um die Aufhebung des Kirchenbanns, den der Papst ueber ihn verhaengt hat. Vergibt der Papst ihm nicht, verliert Heinrich seine Krone. Der “Gang nach Canossa” steht seit Jahrhunderten sprichwoertlich fuer die schlimmste Selbsterniedrigung eines Kontrahenten in einer Auseinandersetzung. Doch was geschah wirklich im bitterkalten Winter des Jahres 1077? Hier fand eine Auseinandersetzung ihren Hoehepunkt, die die mittelalterliche Welt erschuettert hatte. Im sogenannten “Investiturstreit” stritten Papst Gregor und der deutsche Koenig Heinrich um nichts Geringeres als die beherrschende Machtposition in der christlichen Welt. Im Kern ging es um die Frage, ob der Papst ueber dem Kaiser steht oder der Kaiser ueber dem Papst. Als Heinrich ihm trotzig den Gehorsam verweigerte, belegte ihn der Pontifex mit dem Bann, was einer faktischen Absetzung gleichkam. Heinrich zahlte mit gleicher Muenze heim und erkannte dem “falschen Moench”, wie er den Papst nannte, die Amtsgewalt ab. Als sich die deutschen Fuersten auf die Seite des Papstes schlugen und gegen ihn stellten, musste der Salier-Koenig einlenken. Durch Schnee und Eis begab er sich ueber die Alpen und fiel vor dem Papst in Canossa auf die Knie. Hatte so viel
Demut das deutsche Koenigtum nicht beschaedigt? Vielleicht war es auch eine historische Tat, mit der Heinrich IV. sein “regnum teutonicum” zusammenhielt. Womoeglich haette der deutsche Hochadel das einende Band geloest, falls der Monarch sich nicht unterworfen haette. Heinrichs Rechnung jedenfalls ging auf. Indem er sich selbst erniedrigt hatte, rettete er seine Macht als deutscher Koenig. Seinen Kontrahenten unter den Fuersten, den “Gegenkoenig” Rudolf von Rheinfelden, bezwang er auf dem Schlachtfeld.

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Die Deutschen E01 - Otto und das Reich
Er ist der Urvater Deutschlands, mit ihm beginnt die deutsche Geschichte: Otto der Grosse! Unter ihm sehen sich die vier Ur-Staemme auf deutschem Boden erstmals als eine Schicksalsgemeinschaft. Die Urform einer deutschen Nation. Im Jahr 955 fuehrt Otto in der legendaeren Schlacht auf dem Lechfeld die “deutschen” Staemme gegen die aggressiven Feinde aus Ungarn an. 12 000 Krieger sind dem Hilferuf ihres Koenigs
in die Naehe von Augsburg gefolgt. Gemeinsam verteidigen sie erfolgreich “ihr” Land. Die Gefahr von Aussen schweisst die Staemme zusammen. Es entsteht so etwas wie ein Zusammengehoerigkeitsgefuehl. Es ist Otto, der den Staemmen der Sachsen, Bayern, Schwaben und Franken ein eigenes Selbstbewusstsein als Gemeinschaft gibt. Er gilt als Einiger.

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