Erdoel, Brot und Korruption

Abgelegt in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft | wong it! von doku am 13 März 2009 Rezensionen (0)
Release: Erdoel.Brot.und.Korruption.GERMAN.DOKU.dTV.XviD-PressTV

Im Jahr 1996 gestattete die UNO dem vom Krieg zerstörten Irak, eine begrenzte Menge Öl zu verkaufen, um die seit 1990 unter dem Embargo leidende Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu versorgen. Im Jahr 2004 beschrieb dann eine irakische Tageszeitung, dass im Rahmen dieser Geschäfte für zahlreiche Personen und Unternehmen Schmiergelder geflossen seien. Der Dokumentarfilm von Rémy Burkel und Denis Poncet geht diesen Vorwürfen nach.

Im Rahmen des 1996 von der UNO aufgelegten Hilfsprogramms “Öl für Lebensmittel” durfte der Irak eine begrenzte Menge Erdöl unter UN-Kontrolle ausführen und vom Erlös Nahrungsmittel und Medikamente für die seit 1990 unter dem Embargo leidende Bevölkerung kaufen. Dabei flossen in knapp sieben Jahren etwa 100 Milliarden Dollar. Doch im Januar 2004 deckte eine irakische Tageszeitung einen Skandal auf. Sie veröffentlichte eine Liste von Personen und Unternehmen, die Schmiergelder aus den Mitteln des Hilfsprogramms erhalten haben sollen. Die daraufhin diskret von der UNO eingesetzte und nach ihrem Vorsitzenden Paul Volcker benannte Untersuchungskommission legte im Jahr 2005 einen aufschlussreichen Bericht vor, der circa 2.500 beschuldigte Einzelpersonen und Unternehmen aus 30 Ländern nannte. Dennoch gab es kaum Ermittlungsverfahren oder gar Prozesse. Die Filmemacher Rémy Burkel und Denis Poncet haben versucht, die einzelnen Etappen des Skandals nachzuvollziehen. In Dubai, Amman, Paris, Berlin, New York und Genf trafen sie zahlreiche direkt und indirekt Beteiligte dieses beispiellosen Ölbetrugs. Dazu zählen Botschafter, ehemalige Geheimdienstler, Journalisten, UNO-Beamte, Vermittler, Anwälte, Geschäftemacher, Politiker und irakische Ärzte. Der Film verdeutlicht, wie das Hilfsprogramm einer so mächtigen internationalen Institution wie der UNO laut Presseaussagen zur größten Korruptionsaffäre der Neuzeit werden und dennoch überall schnell wieder in Vergessenheit geraten konnte. Denis Poncet führt als Erzähler durch die Dokumentation. Er ist selten im Bild zu sehen, meistens lässt sich nur seine Silhouette erahnen. Anhand von unveröffentlichten Dokumenten, Archivmaterial, Zeugenberichten und Artikeln, die er in seinem roten Computer gesammelt und sortiert hat, setzt er Stück für Stück die Puzzleteile dieser Affäre zusammen und dokumentiert einen Skandal, der auch für die Plünderung des irakischen Volkes steht. Beherzt, neugierig und auf sehr persönliche Art richtet sich Poncet an die Zuschauer. Seine Absicht ist es, gewissermaßen “live” vor ihren Augen zu ermitteln. “Erdöl, Brot und Korruption” wird beim internationalen TV-Festival FIPA 2009 Ende Januar 2009 in Biarritz in der Kategorie “Große Reportagen und gesellschaftliche Ereignisse” gezeigt.

Größe: 700 MB (XviD) | Dauer: 90 min |

Söldner - Dschungelhölle Kongo

Abgelegt in Gesellschaft, Politik | wong it! von doku am 9 März 2009 Rezensionen (1)
Release: Soeldner.Dschungelhoelle.Kongo.GERMAN.DOKU.dTV.XViD-NVA

Der Virunga Nationalpark im Kongo hat durch die Jahre anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen gelitten. Teile der Natur wurden zerstoert, seltene Tierarten dezimiert. Hier Ranger zu sein, ist lebensgefaehrlich. Dennoch hat sich ein britischer Soldat entschlossen, eine Verteidigungseinheit gegen die Wilderer zu rekrutieren. Sechs Monate dauert die Ausbildung der Naturhueter, die ihren Job nicht immer erst zu nehmen scheinen.

Größe: 350 MB (XviD) | Dauer: 43 min. |

Schatten über dem Kongo

Abgelegt in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft | wong it! von doku am 8 März 2009 Rezensionen (0)
Release: Schatten.ueber.dem.Kongo.GERMAN.DOKU.WS.dTV.XviD-PressTV

Der belgische König Leopold II verwandelte das an Bodenschätzen reiche Land in ein gigantisches Arbeitslager. Als man ihm 1908 den Kongo wieder entzog, hatte er schätzungsweise über eine Milliarde Dollar Reingewinn aus seiner Kolonie erbeutet, rund 10 Millionen Menschen verloren dabei ihr Leben.

Ausbeutung, Verfolgung, Mord
“Schatten über dem Kongo” erzählt die Geschichte eines fast vergessenen Völkermordes. Im Jahr 1885 wurde auf der Kongo-Konferenz in Berlin der belgische König Leopold II als Herrscher des Kongo-Staates eingesetzt. Damit begann eine beinahe beispiellose Geschichte von Ausbeutung, Verfolgung und millionenfachem Mord an der einheimischen Bevölkerung.
Dem couragierten Einsatz eines Einzelnen war es zu verdanken, dass Leopold seine “Privatkolonie” wieder abgeben musste: Edmund Morel, Angestellter einer Schifffahrtslinie, erkannte als Erster das Ausmaß des Terrors und gründete die erste große Menschenrechtsbewegung des 20. Jahrhunderts, die “Congo Reform Association”.

Die Zeit nach der Schreckensherrschaft
Doch bis heute hat sich das Land nicht völlig von den Folgen der Schreckensherrschaft erholt. Denn die meisten der nachfolgenden Herrscher regierten das Land weiter im Stil der alten Kolonialherren. Erst 2006 konnte das Volk nach vielen von Diktatur und Bürgerkrieg geprägten Jahrzehnten wieder einen demokratischen Präsidenten wählen. Höchst instabil sind die politischen Machtverhältnisse im Land dennoch nach wie vor.

Bewegende Dokumentation
Der Film “Schatten über dem Kongo” entstand nach dem gleichnamigen Buch des amerikanischen Schriftstellers Adam Hochschild. Die Regisseurin Pippa Scott hat daraus eine bewegende Dokumentation auf höchstem filmischen Niveau gemacht, die exemplarisch die Ursachen vieler Probleme des afrikanischen Kontinents aufzeigt. Wie der englische Originaltitel “King Leopolds Ghost” andeutet: Der Schatten des Kolonialismus liegt noch immer über vielen Ländern Afrikas.

Literatur

Größe: 700 MB (XviD) | Dauer: 92 min |

Sand und Tränen

Abgelegt in Gegenwart, Gesellschaft, Krieg, Politik, Verbrechen | wong it! von doku am 5 März 2009 Rezensionen (0)
Release: Sand.und.Traenen.German.2007.DOKU.AC3.DVDRiP.XviD-CRiTiCAL

Seit der Sudan im Jahr 1956 die Unabhängigkeit erlangte, schwelt der Konflikt zwischen den sich als arabisch definierenden Bewohnern des Zentralsudan und den Hirtenstämmen im Osten des Landes, um zu Beginn des neuen Jahrhunderts in aller Schrecklichkeit zu eskalieren, seit die Regierung zur Bekämpfung einer militanten Autonomiebewegung sogenannte Janjaweed-Milizen unkontrolliert wider die Zivilbevölkerung wüten lässt. Ein auf der Restwelt beinahe unbeachteter Genozid ist die Folge.

(2007)

Größe: 1400 MB (XviD) | Dauer: 01:33:50 |

China im Kongo

Abgelegt in Politik, Wirtschaft | wong it! von doku am 25 Februar 2009 Rezensionen (0)
Release: China.im.Kongo.GERMAN.DOKU.dTV.XviD-PressTV

Afrika ist reich an Rohstoffen. Doch die Bevölkerung profitiert kaum von den enormen Kupfer-, Gold- und Coltan-Vorkommen. Die Erlöse fließen oft nur in die Kassen staatlicher und territorialer Machthaber. Im Nordosten des Kongo beispielsweise finanzieren regionale Warlords ihre Waffen mit dem Verkauf von Bodenschätzen. Große Konzerne und Staatsbetriebe sichern sich die begehrten Schürflizenzen. Ganz groß im afrikanischen Rohstoffgeschäft sind die Chinesen. Sie sichern sich die begehrten Vorkommen und bauen im Gegenzug Straßen und Schulen. Politisch mischen sie sich nicht ein - deshalb ist das chinesische Engagement bei den afrikanischen Regierungen beliebt.

In einer Kupfermine der Provinz Katanga in der Demokratischen Republik Kongo schürft Nelly Tshilombo das Edelmetall mit bloßen Händen - illegal. Die Mine gehört einer privaten chinesischen Firma. Nelly besticht die Minenpolizei, damit sie arbeiten kann. Das grüne Gold verkauft sie dann über Händler weiter an die Chinesen. 40 Dollar bekommt sie am Tag. Das reicht gerade einmal für das Essen und das Schulgeld ihrer neun Kinder. Mehr als 200.000 Menschen suchen in der Provinz Katanga Arbeit in den Kupfer- und Kobaltminen, legal oder illegal. Eine andere Möglichkeit, Geld zu verdienen, haben sie nicht.

In Lubumbashi, der Hauptstadt der Provinz Katanga, donnern Tag und Nacht Sattelschlepper durch die Stadt, schwer beladen mit Kupfer und Kobalt. Sie fahren Richtung Sambia und weiter nach Tansania. Von dort werden die Rohstoffe nach Fernost verschifft. 300 chinesische Firmen sind in der Provinz Katanga bereits im Hüttenwesen tätig. 80 Prozent der privaten Investitionen der letzten Jahre kommen aus dem Reich der Mitte. Der jüngste Coup ist ein Jahrhundertvertrag im Wert von neun Milliarden Dollar. China baut 3.500 Kilometer Autobahnen, 3.500 Kilometer Bahngleise, dazu Krankenhäuser, Universitäten und Schulen. Im Gegenzug erhält es zehn Millionen Tonnen Kupfer und 200.000 Tonnen Kobalt. - Rohstoffe gegen Infrastruktur.

Die Demokratische Republik Kongo bekommt von China Cash zum Wiederaufbau des vom Krieg zerstörten Landes, ohne politische Auflagen oder politisches Wohlverhalten, wie der Westen es fordert, wenn er Gelder vergibt. So hat China in dem rohstoffreichsten Land Afrikas eindeutig die Nase vorn. Mit den Milliarden Dollar kommen auch Tausende Chinesen ins Land. Sind sie die neuen Kolonisatoren aus dem Reich der Mitte? Wie werden sie sich langfristig verhalten? Bleiben die Einwohner des Kongo wieder einmal auf der Strecke, während andere profitieren, oder hat das Land nun eine realistische Chance, den “Fluch der Rohstoffe” loszuwerden? - “Es ist zu früh dies zu beantworten,” sagt Freddy Mulumba, der Journalist der Onlinezeitung “Le Potentiel”. “Die Chinesen treten anders auf als der Westen. Sie haben eine ‘Win-win-Situation’ vor Augen. Sie bringen uns keinen Krieg. Und zum ersten Mal in der Geschichte Afrikas haben wir die Wahl zwischen zwei Zivilisationen, zwischen zwei Mächten. Wir können wählen, mit wem wir zusammenarbeiten. Mit den Amerikanern, mit den Europäern, mit den Chinesen. Früher hatten wir keine Wahl. Wir wurden zu allem gezwungen.”

Größe: 233 MB (XviD) | Dauer: 28 min. |

Briefe an den iranischen Präsidenten

Abgelegt in Gesellschaft, Politik | wong it! von doku am 24 Februar 2009 Rezensionen (0)
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Die nationalistischen Parolen und die anti-amerikanische Hetze des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad fallen in den ländlichen Gebieten Irans auf fruchtbaren Boden. Die Begeisterung der Massen ist erstaunlich. So schreiben zahlreiche Iraner Briefe an den Präsidenten, in denen sie ihn persönlich um Hilfe bitten. Dagegen steht die abgrundtiefe Verachtung, die zahlreiche Iraner in den Städten selbst vor laufender Kamera gegen ihren Präsidenten und seine Politik äußern, ungeachtet der Gefahr, der sie sich damit aussetzen. Der Film dokumentiert diesen Widerspruch.

(19.02.2009 / Arte)

Größe: 525 MB (XviD) | Dauer: 00:51:52 |

Unter Strom - Auf der Suche nach der Energie von morgen

Abgelegt in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft | wong it! von doku am 24 Februar 2009 Rezensionen (1)
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iD-WiM

Das Ja der Politik zum Atomausstieg steht. Aber wie lange noch? Und was bedeutet das Ausstiegsszenario für die Energieversorgung in Deutschland, wenn Kohlkraftwerke immer schwerer durchzusetzen sind? Windräder liefern nur Strom, wenn es weht - mit welchem Energiemix sind wir zukunftsfähig? Gehen in Deutschland bald die Lichter aus? Die NDR-Dokumentation “Unter Strom” macht sich auf die Suche nach der Energie von morgen.

Umweltverbände und Bundesregierung setzen auf den zügigen Ausbau der Windenergie. Schon heute stehen in Deutschland mehr Windräder als in irgendeinem anderen Land der Welt. Die Autoren führen den Zuschauer von den Windparks zur größten Netzleitwarte Deutschlands, in der Ingenieure den europäischen Stromtransport organisieren. Dort steht der Leiter Jürgen Vanzetta vor einem riesigen Monitor, so breit und hoch wie ein Haus: “Zwanzigtausend Megawatt Strom könnten die deutschen Windkraftanlagen insgesamt liefern”, so Vanzetta. “Aber heute haben wir wieder Flaute. Da gibt es kaum Windstrom. Also müssen wir Strom dazukaufen, für mehrere Millionen Euro am Tag. Dazu sind wir per Gesetz verpflichtet.”

Die Stromkonzerne setzen weiter auf Kohle, trotz zunehmender Kritik und trotz Widerstand der Bevölkerung. Allein die Kohlekraftwerke der RWE produzieren 178 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, so viel wie kein anderer europäischer Konzern. “Das ist unverantwortlich”, sagt Gerd Rosenkranz von der Deutschen Umwelthilfe, “bei der Stromerzeugung dürfen wir nicht an einer veralteten Technologie festhalten und das Weltklima immer weiter schädigen.”

Die Dokumentation “Unter Strom” lässt Befürworter und Kritiker der wichtigsten Energieformen zu Wort kommen und gewährt seltene Einblicke, zum Beispiel in die Leitwarte des Kernkraftwerks Brokdorf. Andere Drehorte sind der deutsche Braunkohletagebau mit den größten Baggern der Welt, das umstrittene geplante Atommüll-Endlager in Gorleben und die Strombörse in Leipzig, an der auch Banken auf steigende oder fallende Strompreise setzen.

Wie auch immer der deutsche Strom in Zukunft erzeugt wird: Der zunehmende europäische Stromhandel, die Kraftwerksneubauten weit weg von den Verbrauchern und der Aufbau immer neuer Windräder im dünn besiedelten Norddeutschland erzwingen einen schnellen Ausbau des deutschen Stromnetzes. Doch der kommt nur schleppend voran. Denn Bürgerinitiativen leisten allerorts Widerstand - nicht nur gegen Atomenergie, Windräder und Kohlekraftwerk, sondern auch gegen neue Stromleitungen.

Dokumentation (45 Min., PIER 53 / NDR 2008) von Carsten Rau und Hauke Wendler.
Erstsendung: Montag, 08.12.2008, 23 - 23:45 Uhr im NDR Fernsehen

Größe: 350 MB (XviD) | Dauer: 45 min. |

Iran - Der Wille zur Großmacht

Abgelegt in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft | wong it! von doku am 22 Februar 2009 Rezensionen (0)
Release: Iran.der.Wille.zur.Grossmacht.GERMAN.DOKU.dTV.XviD-PressTV

1908 bis 2008, hundert Jahre Geschichte des Irans, erzählt der Dokumentarfilm von Jean Michel Vecchiet. Er zeichnet vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit das komplizierte Schicksal eines Landes zwischen Tradition und Moderne, Säkularisierung und Religion, Unterwerfung und Unabhängigkeit, Okzident und Orient nach. Dabei finden neben prominenten Vertretern des Landes und ehemaligen westlichen Politikern auch Stimmen aus der Bevölkerung Gehör.

Der Iran ist ein Land zwischen den Welten, eine geteilte Nation, die sich nach einem Jahrhundert politischer Erschütterungen aufschwingt, um der Welt - wie die Atomkrise zeigt - ihren Machtanspruch zu demonstrieren. Erstmals gibt der Dokumentarfilm Einblick in hundert Jahre iranischer Geschichte und legt die Wurzeln der Konfrontation des Irans mit den Mächten des Westens frei.
Die spannende Zeitreise von 1908 bis 2008 führt von den ersten Erdölfunden bis zur Atomkrise. Sie porträtiert anhand von Archivmaterial und historischen Dokumenten ein Volk und ein Land und lässt dessen Geschichte lebendig werden. Neben Zeitzeugen wie dem ehemaligen iranischen Staatspräsidenten Haschemi Rafsandschani, dem ehemaligen Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, und dem ehemaligen französischen Außenminister Hubert Védrine, kommen auch Stimmen aus der iranische Bevölkerung zu Wort, um vergangene und aktuelle Entwicklungen zu kommentieren.

(11.02.2009 / Arte)

Größe: 701 MB (XviD) | Dauer: 01:30:32 |

Für Allah und Vaterland - Neue Moscheen in Deutschland

Abgelegt in Gesellschaft, Politik | wong it! von doku am 21 Februar 2009 Rezensionen (0)
Release: Fuer.Allah.und.Vaterland.Neue.Moscheen.in.Deutschland.GERMAN.DOKU.WS.dTV.Xv
iD-WiM

Unverständnis und Streit begleiten die meisten Moscheebaupläne in deutschen Städten. Rund 3,4 Millionen Muslime leben hier, doch für ihre gemeinsamen Gebete gab es in der Vergangenheit oft nur Keller oder Hinterhöfe. Jetzt werden Prachtbauten geplant, neue Großmoscheen für die gesamte Republik. Der größte Bauherr ist der türkische Verein DITIB, der vom türkischen Staat verwaltet wird. Der Verein ist die größte deutsche Muslimorganisation und vereint bundesweit über 880 Ortsgemeinden. Er untersteht der türkischen Regierung in Ankara und plant in Deutschland bis zu 100 repräsentative Moscheen.

Ihren Gemeindemitgliedern bietet DITIB Religion, soziale Kontakte, Sport, Nachhilfeunterricht – und Imame aus der Türkei, die von der Regierung in Ankara bezahlt werden. Der Chef der DITIB Deutschland ist gleichzeitig der türkische Botschaftsrat für religiöse Fragen. Religion und Staat liegen bei DITIB also dicht beieinander, für deutsche Verhältnisse zu dicht, behaupten Kritiker.

Der Verein hat den größten Stimmenanteil in der Islamkonferenz in Berlin und damit entsprechenden Einfluss auf die Zukunft des Islam in Deutschland. Die türkische Regierung auch? Versucht Ankara mit Hilfe von DITIB politischen Einfluss in Berlin und damit in der Europäischen Union zu gewinnen? In der Türkei galt die Trennung zwischen Religion und Staat über Jahrzehnte als wichtigstes Element der Verfassung. Aber seit der Regierungsübernahme der stark religiösen AKP wackelt der türkische Laizismus und droht aufzuweichen. Wird es also gelingen einen unabhängigen deutschen Islam zu entwickeln, am Grundgesetz orientiert, gesetzeskonform, staatsfern und integriert in die Landschaft der deutschen Religionsgemeinschaften? Der Film zeichnet die wichtigsten Fragen und Debatten nach, die sich am Bau der neuen repräsentativen Moscheen entfachen.

(18.02.2009 / ARD)

Größe: 350 MB (XviD) | Dauer: 00:43:25 |

Teneriffa zwischen Bauboom und Naturschutz

Abgelegt in Gesellschaft, Politik, Reisen, Technologie, Wirtschaft | wong it! von doku am 17 Februar 2009 Rezensionen (0)
Release: Teneriffa.zwischen.Bauboom.und.Naturschutz.GERMAN.DOKU.WS.dTV.XviD-GEO

Bis zum Mittelalter lag Teneriffa, die “Insel der Glückseligen”, jenseits der “Säulen des Herakles”, der Meerenge von Gibraltar, und damit außerhalb der bekannten Welt. Die Einwohner - wahrscheinlich aus Afrika eingewandert - lebten fast 1.000 Jahre lang ohne jeden Einfluss von außen. Erst im 15. Jahrhundert war die Zeit der Einsamkeit vorbei: Die Guanchen, die Ureinwohner der Kanaren, hatten keine Chance gegen die Feuerwaffen der Konquistadoren. Die Inseln wurden Vorposten Europas, Etappe auf dem Weg in die Neue Welt. Die bislang letzte große Invasion begann Anfang des 20. Jahrhunderts. Zuerst waren es einige wenige Briten, die sich der Gesundheit wegen im Dauerfrühling mit seinen 200 Sonnentagen im Jahr niederließen. Ihnen folgten in den 1960er Jahren ein Touristenboom und die damit verbundenen Hotelburgen. Da es keine Bebauungspläne gab, hatte man auch keine Hemmungen, sich so richtig in Beton auszutoben. Ganze Küstenstriche wurden zubetoniert. Teneriffa wurde die “Badewanne Europas”. Heute kommen sechs Millionen sonnenhungrige Gäste im Jahr. Besonders betroffen ist der Südteil der Insel um Playa de las America und Los Cristianos. Der Norden, die Gegend um Puerto de la Cruz, hat seine Bausünden schon hinter sich. Dort wird inzwischen viel dafür getan, das Landschaftsbild zu verbessern.
Karl-Heinz Walter zeigt das Leben auf der vom Tourismus geprägten Kanarischen Insel Teneriffa.

(07.11.2007 / 3sat)

Größe: 349 MB (XviD) | Dauer: 00:42:58 |

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