Mit offenen Karten - Mafia - Geopolitik im Verborgenen
Die Mafiaorganisationen sind weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Das bedeutet aber nicht, dass es sie nicht mehr gibt. MIT OFFENEN KARTEN gewährt einen Einblick in die Strukturen dieser kriminellen Vereinigungen und erkärt, wie sie entstehen und wie sie sich ausbreiten. (30.05.2007)

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Gesicht zur Wand - 15 Jahre Haft in der SBZ und der DDR
Ein Schicksal, das Melanie Kollatzsch mit vielen ihrer Kameraden teilt. Ihrer Jugend beraubt, verbrachte sie viele Jahre unschuldig hinter Gefängnismauern. Mit 19 Jahren fand Melanie in der britisch besetzten Zone Arbeit als Dolmetscherin. Der Krieg war seit zwei Jahren vorbei, die Alliierten hatten das Land in vier Besatzungszonen geteilt. Mit dem gemeinsamen Sieg über die Nationalsozialisten standen sich nun zwei unterschiedliche Gesellschaftssysteme gegenüber, getrennt durch die Demarkationslinie.
Trotz der Schwierigkeiten der Nachkriegsjahre zeichnete sich für Melanie eine gute Zukunft ab. Sie hatte Arbeit und war mit einem britischen Offizier verlobt. Das Heimweh und der erhoffte Heiratssegen waren Grund für den Besuch bei ihren Eltern in der sowjetisch besetzten Zone. Am 17. Mai 1947 wurde Melanie verhaftet. Das Sowjetische Militärtribunal klagte sie der Spionage an. Eine rechtswidrige Verhandlung führte zu einem Urteil von 25 Jahren Zwangsarbeit. Mit ihren Erinnerungen begibt sich Melanie auf die Reise zu fünf von insgesamt elf Haftstationen. Es ist die Geschichte ihres Lebens.

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Jagd nach dem Phantom - Eine Mordserie quer durch Deutschland
Er hinterlässt keine Spuren, keine Zeugen. Der Unbekannte schießt gezielt auf seine Opfer und verschwindet. Die Blutspur beginnt 2000 in Nürnberg, führt über Hamburg, München, Rostock, Dortmund und Kassel, die Tatorte scheinbar wahllos. Die neun Opfer sind Kleinunternehmer, Ein-Mann-Betriebe: Gemüsehändler, Kioskbesitzer, Schlüsseldienst, Imbissbetreiber. Alle Männer werden in ihren Läden getötet, mit mehreren Schüssen in den Kopf. Der Täter entkommt unerkannt, niemals wurde etwas gestohlen. Bundesweit fahndet die 60 Mann starke Sonderkommission “Bosporus” nach dem Unbekannten, nach einem Motiv oder möglichen Zusammenhängen zwischen den Morden. Die Opfer kannten sich nicht, einzig ihre Herkunft verbindet sie. Alle stammten aus der Türkei, nur einer von ihnen war Grieche. Wer ist dieser Mörder? Tötet er aus Hass?
Es ist eine der größten Mordserien in Europa und vom Täter fehlt bislang jede Spur.

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Die großen Kriminalfälle - Jakob von Metzler - Tod eines Bankiersohns
Kaum ein Verbrechen der vergangenen Jahre hat die Nation so bewegt wie die Entführung und Ermordung des Bankiersohns Jakob von Metzler. Das Opfer: Ein elfjähriger Junge mit einnehmendem Lachen, fröhlich, aufgeweckt, beliebt bei seinen Mitschülern und Lehrern. Der Täter: Magnus Gäfgen, ein 27 Jahre alter Jurastudent kurz vor dem Examen. Ein junger Mann, der sich jahrelang in seiner katholischen Gemeinde rührend in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert hat, der als höflich und hilfsbereit galt. Wie konnte es dazu kommen, dass dieser überdurchschnittlich intelligente Student ein kleines Kind ermordet. Ein Kind, das er kannte. Sechs Jahre nach dem Verbrechen begibt sich hr-Autor Philipp Engel auf Spurensuche…

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Mogadischu - Die Dokumentation
Eindringlich rekonstruiert Maurice Philip Remy in seiner Dokumentation die tagelange Odyssee des entführten Flugzeugs unter Verwendung zeitgenössischer Filmaufnahmen und in Interviews mit zahlreichen Zeitzeugen. Einige von ihnen sprechen zum ersten Mal vor einer Kamera über die dramatischen Ereignisse vom Oktober 1977, wie etwa die Chefstewardess Hannelore Brauchart oder die Ehefrau des heldenhaften Kapitäns Jürgen Schumann, der sich in Aden für seine Passagiere geopfert hat. Außerdem kommen weitere Geiseln zu Wort, Politiker des Krisenstabs in Bonn, Vertreter des Auswärtigen Amtes und der Kommandeur der GSG 9, Ulrich Wegener. Auch zahlreiche Zeitzeugen aus dem Nahen und Mittleren Osten hat Remy erstmals zu den Vorgängen befragt.

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Der Tag, als der Mob die Inder hetzte
“Der Tag, als der Mob die Inder hetzte” ist das Protokoll eines Ereignisses, das die Republik bis heute bewegt: Fuer die einen ist es der Beweis, dass der deutsche Osten mehr und mehr im Sumpf des Rechtsradikalismus versinkt, für die anderen ist die bundesweite Empörung ein Zeichen für Voreingenommenheit und Vorverurteilung. Sicher ist: Wäre die Polizei-Hundertschaft Westsachsen nicht in unmittelbarer Nähe von Mügeln gewesen, hätte es vermutlich Tote gegeben. Selbst diese Polizeitruppe brauchte über eine Stunde, die Belagerer der Pizzeria zurückzudrängen. 14 Polizisten wurden dabei verletzt. Der Film von Kamil Taylan ist das facettenreiche Bild einer Kleinstadt, die fassungslos auf die Ereignisse jenes Tages schaut: weil sie nicht verstehen kann, wie dieser Gewaltausbruch entstehen konnte - und weil sie sich gleichzeitig selbst gehetzt fühlt: von Politikern, von den Medien, von der deutschen Öffentlichkeit.

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Wenn Frauen töten 7/7 - Frauen hinter Gittern
Kein Schlüsselrasseln, keine Gitter und keine Türen mit Durchreichfenster: Das Frauengefängnis Hindelbank wirkt auf den ersten Blick eher beschaulich - die gängigen Klischees bewahrheiten sich höchstens im Hochsicherheitstrakt. Ansonsten wirkt die Anstalt, deren Ursprung ins 19. Jahrhundert zurückreicht, eher wie ein herrschaftlicher Gutshof mit Nebengebäuden. Doch der erste Eindruck trügt: Der Alltag von Hindelbank ist geprägt von Zwangsgemeinschaften, Regeln und Sanktionen. Neben verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten und Freizeitangeboten herrschen hinter der schönen Fassade Zucht und Ordnung. Pünktlich um 6.30 Uhr werden die Insassinnen geweckt, um 7.20 Uhr müssen sie sich vor der Schleuse ihrer Wohngruppe einfinden, damit sie um exakt 7.30 Uhr ihre Arbeit aufnehmen können. Kommen sie auch nur eine Minute zu spät, werden sie bestraft. Nur so lasse sich dieser Betrieb ohne größere Vorkommnisse führen, und nur so erhielten viele der Frauen wieder eine Tagesstruktur, meint Direktorin Marianne Heimoz. 107 Insassinnen aus über 20 Nationen sind in Hindelbank untergebracht. Sie leben in Einzelzellen in verschiedenen Wohngruppen - manche sogar mit Kind. Sie verbüßen Strafen von einigen Monaten bis zu lebenslanger Haft.

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Wenn Frauen töten 6/7 - Der Todesengel aus Adelboden
Carmen Mory wurde 1906 als Tochter eines Arztes in Adelboden geboren. Ihre Mutter hatte philippinische Wurzeln; sie starb unter mysteriösen Umständen, als Carmen vier Jahre alt war. Ihren ursprünglichen Berufswunsch Sängerin musste sie nach einer Mandeloperation aufgeben.
Im Alter von 26 Jahren verließ sie die Schweiz und ging nach Berlin, um als Journalistin zu arbeiten. Sie fühlte sich vom Glamour und Macht der Nationalsozialisten angezogen und wurde 1934 Agentin der Gestapo, für die sie unter anderem in Paris deutsche Emigranten ausspionierte.
1938 wurde sie in Paris verhaftet und 1940 von den Franzosen wegen Spionage zum Tode verurteilt, aber vom französischen Staatspräsidenten begnadigt. Zurück in Deutschland war sie wieder für die Gestapo tätig, wurde aber nach einiger Zeit unter der Anschuldigung, sie sei eine Doppelagentin, verhaftet und in das Frauen-KZ Ravensbrück eingeliefert.
In Ravensbrück stieg sie zur Blockältesten auf. Die Zeugenaussagen über ihr Verhalten als Blockälteste sind widersprüchlich. Einerseits wurde sie als die „meistgefürchtete Frau in Ravensbrück“ bezeichnet, andererseits soll sie ihren Einfluss genutzt haben, um die Lage der Häftlinge zu erleichtern.
Nach dem Krieg wurde sie von ehemaligen Mithäftlingen beschuldigt, an Selektionen teilgenommen und in 60 Fällen selbst gemordet zu haben.
Im ersten Hamburger Ravensbrück-Prozess wurde Mory zum Tod durch Erhängen verurteilt. Der Hinrichtung kam sie durch Suizid zuvor, indem sie sich mit einer Rasierklinge die Puls- und Halsschlagadern aufschnitt.

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Wenn Frauen töten 5/7 - Mord in Mariensäss
Am 20. August 1885 erschlaegt die junge Ehefrau Onna Maria ihren Mann mit einer Axt in einer Berghuette im Val Sumvitg. Nach seiner Beerdigung gesteht sie die Tat und kommt in Chur in Untersuchungshaft. Sie ist kaum 22 Jahre alt, hat bereits ein Kind und erwartet ein zweites. Im Verlauf der Strafuntersuchung, die sie ohne einen Verteidiger bestreiten muss, gesteht sie, bereits am Abend vor der Tat den Plan gefasst zu haben, ihren Mann zu erschlagen. Das Buendner Kantonsgericht verurteilt sie wegen Mordes zu 25 Jahren Zuchthaus. Davon muss sie 20 Jahre in fast totaler Isolation in einer Zelle im Sennhof in Chur absitzen. Danach kehrt sie wieder in ihr Buendner Geburtsort Rabius zurueck, wo sie am 14. November 1948, zwei Tage vor ihrem 85. Geburtstag, stirbt. Zeitgenossen, die Onna Maria gekannt haben, sehen in ihr nicht die diabolische Taeterin, sondern eher ein Opfer ungluecklicher Umstaende: Onna Maria war ungewollt schwanger geworden und
musste einen viel aelteren, gewalttaetigen Mann heiraten. Als ihre Situation immer unertraeglicher wurde, sah die junge Frau, die voellig im Korsett einer katholisch-patriarchalischen Gesellschaft gefangen war, keinen anderen Ausweg mehr, als ihren Mann zu toeten.

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Wenn Frauen töten 4/7 - Die Verzweiflungstat der Großmutter
Eva K. ist fast wahnhaft davon überzeugt, dass ihr Ehemann die zweijährige Enkelin missbraucht. Sie sucht Hilfe bei Ärzten, Beratungsstellen und Rechtsanwälten: Vergeblich, denn es gibt keine körperlichen Hinweise für einen Kindesmissbrauch. Doch die Großmutter ist von der Richtigkeit ihrer Wahrnehmung überzeugt.
Verzweifelt und alleingelassen gerät sie immer tiefer in einen Strudel negativer Gefühle. Schließlich engagiert sie einen Detektiv. Er soll die nötigen Indizien liefern, damit Eva K. ihren Mann vor Gericht bringen kann. Zwar wird auch der Detektiv nicht fündig, doch er bestärkt Frau K. in ihrer Meinung.
Jetzt beherrscht nur noch ein Gedanke die Großmutter: Sie will ihren Mann bestrafen und weitere Übergriffe verhindern. Als sie ein anderes Kind in Gefahr wähnt, gerät sie in Panik. Für 500.000 Franken heuert sie einen Auftragsmörder an.
Im April 2001 ist es so weit: Der Killer erschießt Hans K. in dessen Villa. Die Täter sind schnell überführt. In der Untersuchungshaft erfährt Eva K., dass ihr Ehemann vor Jahren bereits wegen sexueller Übergriffe an Kindern rechtskräftig verurteilt wurde. Diese Fakten erhärten die bis heute nicht bewiesene These der Großmutter. Dennoch verurteilt das Gericht Eva K. zu zehn Jahren Zuchthaus wegen Anstiftung zur vorsätzlichen Tötung.

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