Kann sich Europa seine Bauern noch leisten?

Abgelegt in Dokuthek, Down | wong it! von doku am 1 November 2007 Rezensionen (0)

Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Gemeinschaft steht seit längerer Zeit in der Kritik. Einst ins Leben gerufen, um einen Ausgleich für die unterschiedliche Effizienz der Landwirtschaft in den Mitgliedsstaaten zu schaffen, mutierte sie zu einer Art Spendentopf für Landwirte und verschlingt immer noch 40 Prozent aller EU-Ausgaben. Die Dokumentation geht der Frage nach, ob die Agrarsubventionen noch eine Zukunft haben, und untersucht, was mit dem Geld der europäischen Steuerzahler geschieht.
50 Jahre nach den Römischen Verträgen steckt Europa fest. Symptomatisch für die Krise ist die Gemeinsame Agrarpolitik . Sie ist die einzige Politik, die wirklich auf europäischer Ebene betrieben wird und die zudem regelmäßig Gegenstand heftiger Debatten ist. Ursprünglich sollte die GAP die Selbstversorgung der EU mit Nahrungsmitteln sichern und die Landwirte vor dem wirtschaftlichen Ruin retten. Noch heute macht die GAP 40 Prozent des EU-Haushalts aus. Ein weltweit einzigartiges System zur Stützung der Landwirte.
Aber 50 Jahre nach ihrer Einführung ist die GAP umstrittener denn je. Die Briten wollen nicht mehr zahlen als unbedingt nötig, die Umweltschützer kritisieren die Förderung der intensiven Landwirtschaft und die USA prangert gemeinsam mit anderen Staaten unlauteren Wettbewerb an. In den letzten 15 Jahren gab es zahlreiche Reformen. Jedes Mal wurden die Subventionen gekürzt, ohne das Grundprinzip zu verletzen: ein Einkommensausgleich für die europäischen Landwirte, um sie in ihrer wirtschaftlichen Existenz vor der Konkurrenz des Weltmarktes zu schützen.
Im Jahr 2005 beschlossen die europäischen Staatsoberhäupter, die GAP-Subventionen bis 2013 nicht zu erhöhen. Sie stellten sich allerdings nicht die Frage, ob die Logik, die einst hinter der GAP stand, nicht inzwischen überholt ist. Und der Kampf zwischen denen, die keine Veränderung wollen - allen voran die Franzosen - und den Reformwilligen - vor allem aus den nordeuropäischen Ländern - ist vor dem Hintergrund der WTO-Verhandlungen aktueller denn je. Die Dokumentation ist eine Reise durch das Europa der Landwirtschaftsbeihilfen. Und sie geht der Frage nach, was mit dem Geld der europäischen Steuerzahler passiert.

Bis an die Grenzen des Körpers - Sauerstoffmangel

Abgelegt in Dokuthek, Down | wong it! von doku am 14 August 2007 Rezensionen (0)

Nicolas Jaeger wollte immer der Erste sein. Und so war der ehrgeizige Alpinist bereits 1978 der Erste, der auf der Spitze des Mount Everest und im darauf folgenden Jahr auf dem peruanischen Huascarán-Berg viele Wochen allein verbrachte - in 6700 Metern Höhe. Sein Ziel war es, die Reaktionen seines Körpers auf Sauerstoffmangel zu erforschen. Als er 1980 allein zum Lhotse, einem benachbarten Berg des Mount Everest, aufbrach, ereignete sich eine Tragödie: Nicolas Jaeger kehrte nicht zurück.
Jaeger war Arzt und erprobte die Überlebensmöglichkeiten in extremen Höhen. Seine Arbeit hat den jungen Physiologen Jean-Paul Richalet inspiriert, sich diesem Thema zu widmen. Heute ist Richalet Spezialist auf dem Gebiet der Höhenmedizin.
Ausgehend vom Fall Nicolas Jaeger, geht der vierte Teil der Dokumentationsreihe auf eine Entdeckungsreise in äußerste Höhen und fragt nach den Grenzen der körperlichen Belastbarkeit. Dabei kommen neben Jaegers Familie und Jean-Paul Richalet weitere bekannte Bergsteiger, wie Edmund Hillary - Erstbesteiger des Mount Everest - und der Himalaja-Experte Jean-Christophe Lafaille, der all seine Gipfel ohne künstlichen Sauerstoff bestieg, zu Wort. Jean-Christophe Lafaille wird seit seinem letzten Aufbruch zum Makalu an der chinesisch-nepalesischen Grenze im Januar 2006 vermisst.

Bis an die Grenzen des Körpers - Kälte

Abgelegt in Dokuthek, Down | wong it! von doku am 14 August 2007 Rezensionen (0)

Doktor Cauchy zählt gegenwärtig zu den besten Kenner der Kälte. Bei einer seiner Himalaja-Expeditionen hielt er einmal eine ganze Nacht in 6.000 Metern Höhe und bei 30 Grad unter Null durch. Im dritten Teil der Dokumentationsreihe “Bis an die Grenzen des Körpers” schildert Cauchy seinen Überlebenskampf, wie er gegen die Unterkühlung angekämpft und seine schmerzhaften Frostbeulen behandelt hat. Als Spezialist für Erfrierungen und Kälteschäden erforscht er seit Jahrzehnten die Schutzmechanismen, die unsere Zellen vor Kälteschäden bewahren. Seine Einsätze als Notarzt führen ihn bis an den Nordpol, wo die gefühlte Temperatur auf bis zu 100 Grand Celsius sinken kann und wo er Erfrierungen sofort behandeln muss. Doktor Cauchy sucht nach neuen Behandlungsmethoden für Erfrierungen und führt als erfahrener Bergsteiger Eigenexperimente in extremer Kälte durch.

2057 - Unser Leben in der Zukunft - Teil 1: Der Mensch

Abgelegt in Dokuthek, Down | wong it! von doku am 13 August 2007 Rezensionen (0)

Mit der ersten Folge “Der Mensch” startet die dreiteilige Superdokumentation “2057 - Unser Leben in der Zukunft”. Die Reihe, eines der bislang aufwändigsten Doku-Projekte in der Geschichte des ZDF, entwirft anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse faszinierende Szenarien der Welt in 50 Jahren

BBC Exklusiv - Schimpansen sind auch nur Menschen

Abgelegt in Dokuthek, Down | wong it! von doku am 11 August 2007 Rezensionen (0)

Schimpansen sind Menschenaffen. Aber wie viel Mensch steckt wirklich in ihnen? Ihre Gene sind zu etwa 98 Prozent mit unseren identisch. Sie sind intelligent, können sich verständlich machen, und das Verhalten eines jungen Schimpansen ähnelt auf erstaunliche Weise dem eines Kleinkindes. Warum gehören Schimpansen dann nicht auch zur Gattung Mensch? Das fragt sich der britische Journalist Danny Wallace. Für die deutsche Erstausstrahlung der BBC Exklusiv-Dokumentation von “Schimpansen sind auch nur Menschen!” begibt er sich auf eine humorvolle Mission. Er sucht Primatologen, Philosophen und Tierrechtler auf, um zu beweisen, dass Schimpansen eben auch nur Menschen sind.

Die neuesten Untersuchungen deuten alle in die gleiche Richtung: Schimpansen sind uns viel ähnlicher, als wir bislang geglaubt haben. Nicht nur ihr Sozialverhalten gleicht dem unseren, bei psychologischen Tests kam sogar heraus, dass Schimpansen genau wie wir denken können. Genforschern zufolge liegt der genetische Unterschied bei nur knapp einem Prozent. Wie kann diese kleine Abweichung so enorme Auswirkungen haben? Oder liegt es daran, dass unser Gehirn dreimal größer ist?

Bei dem schnellen Fortschritt der Forschung wäre es sogar irgendwann möglich, die exakten Gene zu identifizieren, die den Unterschied ausmachen und die menschliche Version dieser Gene in eine Schimpansen-Eizelle einzusetzen. Das Ergebnis könnte ein hochintelligenter Primat sein, der außerdem die sechsfache Muskelkraft eines Menschen besitzt. Eine Vorstellung, die sofort an Frankenstein denken lässt…

Natürlich sind wir höher entwickelt als unsere nahen Verwandten, aber macht uns das automatisch überlegen? Dürfen wir sie zu Unterhaltungszwecken benutzen? Sollten sie nicht in unsere Gattung aufgenommen werden, auch um sie vor Experimenten und einem Leben in Gefangenschaft zu bewahren?

“Schimpansen sind auch nur Menschen!” ist eine nicht ganz ernst gemeinte Mission, die letztlich die Ähnlichkeit zwischen Schimpansen und Menschen entdeckt. Danny Wallace gelingt es durch seine scheinbar naiven Fragen und zahlreichen amüsanten Selbstversuche eines zu beweisen: Schimpansen sind auch nur Menschen - und wir manchmal ganz schöne Affen.