Abenteuer Forschung - Die Rohstoffkrise Ende des Wohlstands (DARM)
Harald Lesch löst Joachim Bublath ab und die Wissenschaftssendung des ZDF trägt nun wieder ihren ursprünglichen Namen
Auch beim Fernsehen gehen Moderatoren in Rente. Zuletzt hatte der u.a. durch die populärwissenschaftliche Sendereihe „Knoff Hoff“ bekannte Joachim Bublath dieses inzwischen 20 Jahre alte Magazin geleitet. Jetzt ist er 65 Jahre alt und in seine Fußstapfen tritt ab sofort der 48-jährige Harald Lesch.
Harald Lesch ist Hochschullehrer, Astrophysiker und Naturphilosoph. Während das ZDF bis zum Ausscheiden von Bublath das Wissenschaftsmagazin mit seinem bekannten Namen schmückte, kehrt man nun zu den Wurzeln zurück und spricht wieder von „Abenteuer Forschung“.
Die Inhalte der ersten neuen Folge des monatlich ausgestrahlten Magazins schienen dem manchmal recht forsch auftretenden Moderator Lesch wie auf den Leib geschrieben zu sein, denn im Wesentlichen erhob der Naturphilosoph immer wieder drohend seinen Zeigefinger und mahnte das baldige Ende der Rohstoffe an, vorausgesetzt die Ressourcen würden weiter so ausgebeutet, wie besonders während der letzten Jahrzehnte.
Plastisch wurde dem Zuschauer in Säulen dargestellt, wo auf der Welt überhaupt noch Öl im Erdboden vorhanden ist. Im Vergleich dazu wurde der weltweite jährliche Verbrauch gezeigt. Bedenkt man, dass bereits heute zum Teil aus 4000 Metern Ölschlamm an die Erdoberfläche gepumpt wird, um dort aufwändig weiterverarbeitet zu werden, hat man den Eindruck, dass es nicht mehr lange dauert, bis die noch vorhandenen Ressourcen endgültig erschöpft sind.
Klar, es gibt Auswege und Perspektiven. Da allein der Verkehr fast die Hälfte des gesamten Erdöls verbraucht, muss besonders hier daran gearbeitet werden, nach alternativen Treibstoffen zu forschen. Die Energiezufuhr durch Batterien war natürlich ein wichtiges Thema der Sendung.
Weiterhin wurde auf die Entwicklung von extrem dünnen Beschichtungen hingewiesen, mit denen in Zukunft ganze Gebäude überzogen werden können, um so in ganzen Häuserblocks Solarenergie einzufangen und später weiter nutzen zu können.
Ein Wunderstoff scheint Metall zu sein. Zu fast 100% lässt es sich immer wieder recyceln. Auch wenn die gezeigte Aufbereitung sehr kompliziert auf mich wirkte, für die Rückgewinnung soll in jedem Fall sehr viel weniger Energie benötigt werden, als neuen Stahl zu produzieren.
Harald Lesch, der bis vor kurzem bei BR-alpha die Wissenschaftssendung „Alpha Centauri“ moderierte, ging auch noch auf weitere begrenzte Ressourcen wie Gold und Blei ein. Bedenkt man, dass die Sendung nur eine halbe Stunde dauerte, wurde in dieser ersten neuen Folge von “Abenteuer Forschung” meiner Meinung nach zu viel Inhalt angeboten.
Gut und gerne drei Folgen hätte man mit diesen Inhalten füllen können. Schauen wir, wie es in den nächsten Folgen dieses ansonsten vorzüglichen Wissenschaftsmagazins weiter geht. Der sympathische Harald Lesch versteht es auf jeden Fall, naturwissenschaftliche Inhalte populärwissenschaftlich darzustellen und den Zuschauer damit zu fesseln, dies steht außer Frage.

Größe: 233 MB (XviD) | Dauer: 30 minutes |
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