Hitlers Krieg im Osten - 04v04 - Vergeltung

In der Schlussphase des Krieges zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion eskalierten die Grausamkeiten gegen Zivilisten. Militärisch war der Krieg längst entschieden, doch für die Menschen brachte er noch einmal millionenfaches Leid.

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Hitlers Krieg im Osten - 03v04 - Wendepunkt

Noch im Frühjahr 1942 sah es so aus, als ob die Rote Armee keine Chance hätte, die deutsche Wehrmacht jemals zurückzuschlagen. Doch schon im Herbst, in Stalingrad, wendete sich das Blatt.

Während Hitler den militärischen Sachverstand seiner Generäle immer krasser ignorierte, lernte Stalin allmählich, auf seine führenden Militärs zu hören. Die sowjetische Rüstungsproduktion kam in Schwung, während die deutsche Wehrmacht, die schon über 1.500 km weit auf sowjetisches Gebiet vorgedrungen war, mit wachsenden logistischen Schwierigkeiten kämpfte.

In Stalingrad an der Wolga, fiel die Entscheidung im erbitterten Häuserkampf Mann gegen Mann. Wie neue Forschungen ergeben haben, zahlten die sowjetischen Soldaten einen hohen Preis: eine Million Gefallene. Ein Rotarmist, der nach Stalingrad kam, hatte eine durchschnittliche Lebenserwartung von 24 Stunden.

Zeitzeugen aus der kleinen Gruppe der überlebenden Sowjets erinnern sich an die Tragödien von Stalingrad: Stoßtrupps, die Gebäude besetzen sollten, erwiesen sich als Himmelfahrtskommandos. Strafkompanien wurden ins feindliche Feuer geschickt, nur um die gegnerischen Stellungen besser einschätzen zu können. Und elternlose Kinder versuchten, trotz Kälte, Hunger und Entkräftung zu überleben.

Am 30. Januar 1943 wurde General Paulus, der Oberkommandierende der 6. Armee, zum Generalfeldmarschall ernannt. Der wahre Sinn der Beförderung: Hitler forderte ihn dadurch indirekt zum Selbstmord auf, denn noch nie war ein Feldmarschall in Gefangenschaft gegangen. Auch daran, wie das Ende der Schlacht um Stalingrad auf beiden Seiten erlebt wurde, erinnern sich Zeitzeugen auf sehr persönliche Weise.

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Lonely Planet - Australiens Outback

Abgelegt in Lonely Planet | wong it! von doku am 8 August 2007 Rezensionen (0)

Es ist einer der einsamsten Gegenden dieser Erde, Heimat eines der ältesten Völker der Welt sowie der tödlichsten Schlangen und Spinnen. Das australische Outback.

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Hitlers Krieg im Osten - 02v04 - Terror

Der zweite Teil der Dokumentation beschäftigt sich mit dem Leid der Zivilbevölkerung. Hitlers Krieg war ein Vernichtungskrieg. Er wollte die eroberten Gebiete rücksichtslos ausplündern. Ein Teil der einheimischen Bevölkerung wurde von den Nazis zur Sklavenarbeit gebraucht - ansonsten gehörte der Massenmord an der Bevölkerung zum nazistischen Programm - Hungersnöte wurden dabei bewusst in Kauf genommen.

Im Gegenzug rief Stalin zur Partisanenbewegung auf, wodurch die die Spirale der Gewalt um ein entscheidendes Stück weiter gedreht wurde. Die sowjetischen Partisanen terrorisierten vielerorts die eigenen Landsleute, und sie lieferten den Deutschen einen Vorwand für neue Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerung. Nur wenig bekannt ist, dass in der Ukraine eine eigenständige nationale Partisanenbewegung entstand, die sowohl gegen die Deutschen wie auch gegen die Sowjets kämpfte.

Bewegende Einzelschicksale machen die Ereignisse anschaulich. Da ist die Weißrussin, die ihren Bruder durch Hitlers Soldaten und ihre Schwester durch Stalins Partisanen verlor. Oder die Ukrainerin, die als junges Mädchen von Birkenrinde und Rinderblut leben mußte. Der Wehrmachtssoldat, der aus Wut über den Tod seiner Kameraden wehrlose Zivilisten erschoss. Aber auch der sowjetische Soldat, der die eigenen Leute mit Waffengewalt zwang, nach vorne zu stürmen, und der hinter der Front Rotarmisten exekutierte, die es mit der Angst bekommen hatten.

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Hitlers Krieg im Osten - 01v04 - Ueberfall

Aus heutiger Sicht erscheint es kaum vorstellbar, dass Hitler glaubte, die Sowjetunion, das größte Land der Erde, in kurzer Zeit militärisch besiegen zu können. Auch Stalin hielt eine Invasion der Wehrmacht selbst noch 1941 nicht für denkbar. Geheimdienstberichte, die ihn vor einem unmittelbar bevorstehenden Angriff der Deutschen warnten, kommentierte er mit unflätigen Beschimpfungen. Die militärische Führung in Deutschland und sogar zahlreiche Beobachter im Westen fanden den Angriffsplan dagegen durchaus logisch.

Josef W. Stalin; Bild: WDR/NDR/BBC Die Dokumentation schildert die Erfolge der ersten Monate, in denen sich die “Blitzkrieg”-Taktik zu bewähren schien. In Frankreich, in Norwegen und in Jugoslawien hatte die Wehrmacht schon mit derselben Methode gesiegt. Die gewonnenen Schlachten von Minsk, Wjasma, Brjansk und Kiew bestärkten Hitler noch in seinen größenwahnsinnigen Plänen. Und hinter der Front begannen bereits die Kriegsverbrechen der SS-Einsatzgruppen sowie der Wehrmacht.

Am 16. Oktober 1941 stand Stalins gepanzerter Zug in Moskau bereit, um die sowjetische Staatsführung nach Osten zu evakuieren. Doch der Zug fuhr nicht ab. Im letzten Augenblick entschloss sich Stalin zu siegen - um jeden Preis.

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Pfarrer fuer Hitler Kirchenmaenner unter dem Hakenkreuz

In den Reihen der beiden großen Kirchen gab es während der Nazi-Zeit durchaus auch Amtsträger, die dem Nationalsozialismus nicht nur wohlwollend gegenüberstanden, sondern ihn sogar aktiv unterstützten. Jutta Neupert hat einige dieser Fälle dokumentiert.

Der christliche Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus ist inzwischen ausführ- lich dokumentiert worden und auch die oft taktierende Rolle der beiden großen Kirchen im Dritten Reich hat wissenschaftlich und publizistisch immer wieder große Aufmerk- samkeit gefunden. Meist nur am Rande werden aber jene katholischen und evan- gelischen Geistlichen erwähnt, die sich vol- ler Begeisterung in den Dienst der Nazis stellten und als Parteigenossen oder vorbe- haltlose Parteigänger auftraten. Jutta Neupert berichtet in ihrer Dokumentation von prominenten evangelischen und katho- lischen Kirchenmännern, die bis zum Ende des Krieges und manchmal darüber hinaus Hitler und seiner Ideologie dienten. Einer der exponiertesten “Nazi-Pfarrer” im Dritten Reich war Dr. Philipp Haeuser aus der Nähe von Augsburg, Parteimitglied und Redner bei NSDAP-Veranstaltungen. Er galt als besonders extremer Judenhasser. Befreundet war er mit dem Münchner Kaplan und Religionslehrer Josef Roth, der 1935 sogar in das Berliner Reichsministerium für die kirchlichen Angelegenheiten berufen wurde und es dort zum Ministerial- dirigenten brachte, ohne dass er aus dem Münchner Klerus ausscheiden musste.

Selbst in den oberen Rängen der katholischen Hierarchie fanden sich entschiedene Befürworter und Mitarbeiter des NS-Regimes. So stand der Augsburger Weihbischof und Generalvikar Franz-Xaver Eberle der Geheimen Staatspolizei als V-Mann zur Verfügung. Ein Doppelspiel kann heute Bischof Alois Hudal nachgewiesen werden, der von 1923 bis 1952 als Rektor des deutschsprachigen Studienkollegs “Anima” in Rom amtierte. Er verhalf nach dem Krieg prominenten Naziverbrechern zur Flucht ins Ausland.

Auch in der evangelischen Kirche fand die NS-Bewegung mitunter begeisterte Anhänger. Björn Mensing, evangelischer Pfarrer und Historiker, hat in einer Untersuchung Fälle von evangelischen Geistlichen dokumentiert, die dem Nationalsozialismus nahe standen. Einer von ihnen ist der des Pfarrers Friedrich Drexel. Er war wie viele seiner Amtsbrüder deutschnational gesinnt und schloss sich nach Hitlers Regierungsantritt der “Bewegung” an. Selbstkritisch reflektiert Pfarrer Drexel in der Dokumentation seine damalige Haltung.

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Hitlers Diplomaten in Bonn

Anfang 2005 schreckte Außenminister Joschka Fischer die gediegene Ruhe im Außenministerium auf, als er mitteilte, NS-belasteten ehemaligen Diplomaten künftig den bislang üblichen „ehrenden Nachruf“ des Amtes zu verweigern. Damit gelangte nach langer Zeit des Schweigens die Frage nach der Rolle des Auswärtigen Dienstes im Dritten Reich wieder in die Schlagzeilen.

Mit eigenen Beiträgen zur Erhellung dieser besonderen Vergangenheit hatte das Auswärtige Amt sich vornehm zurückgehalten. Gepflegt wurde die (Selbst-)Darstellung, der Diplomatische Dienst in seiner traditionelles Noblesse habe dem Nazi-Milieu ferngestanden und an der NS-Politik, an Angriffs- und Vernichtungskrieg allenfalls marginalen Anteil gehabt.

Die WDR-Autoren Heinrich Billstein und Mathias Haentjes sind den Fragen nachgegangen, die diese ungewohnt heftige Kontroverse im Außenministerium aufgeworfen hat. Sie beschreiben die systematische Beteiligung des Ministeriums und der Botschaften an der Verfolgung und Deportation der Juden in Europa. Anhand von exemplarischen Fällen belegen sie die Verstrickung von Diplomaten, die später in Bonn Karriere machten, in die Verbrechen des Nationalsozialismus. Mit Hilfe von Dokumenten und Erinnerungen von Zeitzeugen schildern sie das Funktionieren der alten Seilschaften nach 1945.

Konrad Adenauer (li) und sein außenpolitischer Berater Herbert Blankenhorn; Rechte: WDR/dpa Bonn, Anfang der 50er Jahre. Zwei Drittel der führenden Diplomaten des Auswärtigen Amtes sind ehemalige NSDAP Mitglieder. Das gesteht der Bundeskanzler und Außenminister Adenauer in einer erregten Bundestagsdebatte im Oktober 1952. Doch Adenauer will auf die nationalsozialistisch belasteten Diplomaten nicht verzichten. Er braucht Experten für die Außenpolitik. “Wenn ich kein sauberes Wasser zum Waschen haben, dann muss ich eben dreckiges nehmen!”

Während die Wochenschauen die Gründung der Bundesrepublik feiern, warten die alten Experten und Diplomaten aus Ribbentrops Außenministerium auf einen neuen Job, auf eine neue Chance. Die alten Diplomaten haben sich in Freundeskreisen und anderen Zirkeln organisiert. Ein enges Geflecht von ehemaligen AA-Beamten versucht sich gegenseitig reinzuwaschen und zu entlasten, um beim Aufbau des neuen Amtes aktiv teilnehmen zu können.

Viele von ihnen waren z. B. im Nürnberger „Wilhelmstraßen-Prozess“ als Zeugen aufgetreten, hatten zur Entlastung des Staatssekretärs von Weizsäcker an der Legende vom „unpolitischen“ Amt und dem „Widerstandsnest Außenministerium“ gestrickt. Schon 1951 deckt die Frankfurter Rundschau in einer im In- und Ausland Aufsehen erregenden Zeitungsserie die alten Seilschaften auf. Es folgen ein Untersuchungsausschuss und eine Parlamentsdebatte. Danach kommt es zu einigen Disziplinarverfahren, die jedoch ergebnislos enden.

Heute ist klar, dass viele der damals in der Diskussion stehenden Diplomaten tatsächlich NS-Täter waren. Dennoch machten sie eine steile Karriere im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik bis hinein in die Zeiten der sozialliberalen Koalition. Die jeweilige Bonner Regierung hatte wenig Interesse an einer Aufarbeitung der Vergangenheit von Hitlers Diplomaten.

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Prost Mahlzeit! Der (Alkohol-) Rausch und seine Folgen

Abgelegt in Gesellschaft, Wissenschaft | wong it! von doku am 5 August 2007 Rezensionen (0)

Fast jeder hat schon mal einen über den Durst getrunken. Alkohol macht lustig, lockert die Atmosphäre, löst Hemmungen. Alkohol kann aber auch süchtig machen und tödlich sein. Doch warum? Was passiert in unserem Körper, wenn wir Alkohol trinken?

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Irak - Der Dauerkrieg

Abgelegt in Gesellschaft, Krieg, Politik, Skandale, Verbrechen | wong it! von doku am 3 August 2007 Rezensionen (0)

“Blutigster Anschlag seit den Wahlen am 30 Januar - 100 Tote”, “Selbstmordanschlag tötet 87 Iraker”. Diese Schlagzeilen bestimmen unser Bild vom Irak. Jeden Tag sterben hier Menschen und das obwohl das Land seit Februar eine gewählte Übergangsregierung hat. Die aber nicht handlungsfähig ist. So bleiben Amerikaner und Briten für die irakische Bevölkerung Feinde im eigenen Land.

Zwei Monate hat Autor Ashwin Raman die verfeindeten Gruppen im Irak begleitet. Er drehte mit amerikanischen Spezialeinheiten, die irakische Truppen trainieren und deren einziger Auftrag das Töten ist. Er besuchte hochrangige Beamte, der neu gewählten Übergangsregierung, die bisher scheinbar nicht einmal eine Idee für den Wiederaufbau des Landes haben, und er besuchte die britischen Soldaten im Süden, im Schiitenland, die hilflos den zunehmenden Einfluss von religiösen Extremisten erleben und dem tatenlos gegenüber stehen.

die story “Irak- Der Dauerkrieg” ist eine Nahaufnahme des Irak von heute. Eine Dokumentation über Täter, die zu Opfern werden und Opfer, die auch Täter sind. Gemeinsam ist ihnen, dass sie keine Zukunft haben.

Ein Film von Ashwin Raman
Redaktion: Barbara Schmitz

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