Falken und Tauben - Israels Generäle in der Politik

Abgelegt in Politik | wong it! von doku am 20 April 2007

Die Generäle Moshe Dayan und Itzhak Rabin wurden in Israel geboren und kämpften seit ihrer frühen Jugend in der israelischen Armee. Itzhak Rabin, der als Hardliner im Sechs-Tage-Krieg Israels gegen die arabischen Nachbarn galt, verkörperte später die Hoffnung auf Frieden und Aussöhnung mit den Palästinensern. 1995, zwei Jahre nach der Unterzeichnung des Osloer Friedensabkommens mit Jassir Arafat, wurde der Friedensnobelpreisträger von einem israelischen Extremisten ermordet.

Die Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern gipfelten 1993 in den Friedensverträgen von Oslo. Itzhak Rabin war während des Sechs-Tage-Kriegs 1967 General und Generalstabschef. Als er 1987 die gewaltsame Unterdrückung der Intifada anordnete, bekleidete er das Amt des Verteidigungsministers. Nichts in seiner bisherigen Laufbahn ließ erahnen, dass er eine derart plötzliche Umkehr vom Soldaten zum Diplomaten vollziehen würde. Sein Ruf als Mann der Sicherheit und seine ruhmreiche Militärkarriere standen der Idee vom Vorrang der Politik vor der militärischen Aktion eher entgegen, konnten die Gegner des Kurswechsels aber vorübergehend beschwichtigen.

Anlässlich der Unterzeichnung der Osloer Verträge am 13. September 1993 kam es vor den Kameras der versammelten Weltpresse auf dem Rasen des Weißen Hauses und unter kräftiger Mithilfe von US-Präsident Bill Clinton dann zu dem historischen Händedruck zwischen Rabin und Arafat. Beide wurden im Dezember 1994 zusammen mit Shimon Peres mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Rabins mutige Kehrtwende machte ihn zur Zielscheibe eines fanatisch-religiösen Israeli aus dem rechtsradikalen Lager, der ihn am 5. November 1995 am Ende einer großen Friedenskundgebung ermordete.

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